Zum Inhalt springen


Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


26. Januar 2020

Erwä­gun­gen zu Kap. 19 im Johev

ZWir schaff­ten es lei­der nicht bis zum Ende zu kom­men, weil erst dann 20 und 21 hin­rei­chend vor­be­rei­tet sind.

Ich schla­ge vor, am Sams­tag gegen 10 Uhr im Metro­po­lis im Haupt­bahn­hof die Sit­zung nach­zu­ho­len.

Wir lern­ten, dass am Kreuz u. a. Maria Mag­da­le­na, der Schü­ler, den Jesus lieb­te und die Mut­ter Jesu stan­den. Dann hiel­ten wir uns dar­an auf, was es besagt:

Ἰησοῦς εἶπεν· τετέλεσται,

καὶ κλίνας τὴν κεφαλὴν

παρέδωκεν τὸ πνεῦμα.

Das Voll­enden des Werks Jesu führt dazu, dass er sein Haupt neigt – und sei­nen Geist auf­gibt. Das führ­te zu Debat­ten über Gen 2, Koh und Sap­Sal 6-9.

M. E. ist es nicht voll­kom­men aus­zu­schlie­ßen, dass πνεῦμα hier die Unsterb­lich­keit der See­le bezeich­net, was ich den­noch im Sin­ne der Ganz­todthe­se uner­freu­lich fän­de. Im Juden­tum fin­det sie sich in Sap­Sal 6-9.

Abend­mahl nach Mk 14

Abb. 1: Sequen­zen des Ritu­als Abend­mahl im NT


Die Abb. 1 zeigt die regel­mä­ßi­gen 12 Sequen­zen von Hand­lungs­schrit­ten, die in allen neu­tes­ta­ment­li­che Erzäh­lun­gen zum The­ma Abend­mahl reprä­sen­tiert sind. Bei Pau­lus (1Kor 11) und Lk (22) kommt noch die Auf­for­de­rung hin­zu, das Mahl zum Gedächt­nis Jesu zu tun. Gemeint ist, sich der Heils­be­deu­tung des Todes Jesu zu erin­nern. Wir bespra­chen Mk 14, dass wie alle Abend­mahls­tex­te im NT sich auf die Pas­si­ons­ge­schich­te bezieht bzw. Teil von ihr ist.

Im Mkev stel­len ab 14,1ff die Tötungs­ab­sicht von Pries­tern und Schrift­ge­lehr­ten sowie das im Vor­aus für sei­nen Tod sal­ben Jesu durch eine Frau in Betha­ni­en, dazu die ange­deu­te­te Aus­lie­fe­rung Jesu durch Judas den Bezug auf die gewalt­sa­me und grau­sa­me Kreu­zi­gung Jesu nar­ra­tiv sicher.

Ein wesent­li­cher Rah­men­as­pekt ist der Bezug zum Pas­sah­mahl, dass wir nach Ex 14 als Über­gangs­ri­tu­al der israe­li­ti­schen Gemein­de kenn­zeich­ne­ten, unge­säu­er­te Bro­te, Fei­er des Aus­zugs usf. (more…)

Urge­schich­te: Schluss bis 12, 3

 

 

Pro­to­kol­lan­tin: Nata­scha Bas­tos de Almei­da 

21.01.2020  

Zu Beginn war­fen wir einen kur­zen Blick zurück auf die ver­gan­ge­ne Semi­nar­stun­de, in der wir bereits den Turm­bau zu Babel the­ma­ti­siert hat­ten. Wir lasen erneut aus Gene­sis 11, dem Über­gangs­text, in dem zum letz­ten Mal die gesam­te Mensch­heit the­ma­ti­siert wird, bevor mit den wei­te­ren Erzähun­gen ein­zel­ne Völ­ker bzw. Eth­ni­en in den Fokus rücken. Es kommt zu einer wei­te­ren zen­tra­len Wen­de der­art, dass die Welt­be­völ­ke­rung, die sich eine ein­zi­ge Spra­che teilt (Gene­sis 11,1), zer­streut wird und durch Got­tes Han­deln, der Ver­wir­rung der Spra­che, kei­ne ein­heit­li­che Aus­drucks­wei­se mehr besitzt (Gene­sis 11,9). Wir stell­ten uns die Fra­ge, wel­che Absich­ten und Zie­le Gott mit die­ser Reak­ti­on auf die Akti­on (das Turm­bau­vor­ha­ben) der Men­schen ver­folgt haben könn­te und lan­de­ten beim Wort „Macht“, bezie­hungs­wei­se der Ent­mäch­ti­gung, die mit den Ver­stän­di­gungs­dif­fe­ren­zen zwi­schen Spre­cher und Adres­sat ein­her­ge­hen. Mit solch einem akti­ven Ein­grei­fen Got­tes in das Leben der Men­schen beschäf­tig­ten wir uns auch in der zwei­ten Hälf­te unse­rer Semi­nar­stun­de, näm­lich mit sei­ner direk­ten Beru­fung Abrams. Doch vor­erst stell­ten wir uns noch die Fra­ge, wes­halb Gott die Ver­bun­den­heit der Men­schen been­den und ihr Vor­ha­ben unter­bin­den woll­te. Eine deut­li­che Nen­nung, wor­in die Sün­de der bau­en­den Men­schen bestand, exis­tiert in die­ser Text­stel­le nicht. Eine Hybris des Vol­kes zeich­net sich aller­dings beson­ders in Gene­sis 11,4 ab, als die Men­schen eine Turm­spit­ze pla­nen, die bis in den Him­mel reicht und sich selbst einen Namen machen wol­len. Die­ses Stre­ben erin­nert an die, an Adam und Eva gerich­te­te, ver­su­che­ri­sche Lockung der Schlan­ge (Gene­sis 3,5) : „Ihr wer­det sein wie Gott“. Dass die Men­schen durch ihren Turm­bau nicht got­tes­gleich wur­den und sich Gott in sei­ner Posi­ti­on nicht bedroht fühl­te, wird betont, indem er zu den Men­schen her­ab­steigt um sich den Turm anzu­se­hen (Gene­sis 11,5). Er erkennt das destruk­ti­ve Poten­ti­al, das im Men­schen steckt und greift ein, damit es nicht zur äußers­ten Kata­stro­phe kommt. Er schützt den Men­schen vor sich selbst. Dass das mensch­li­che Stre­ben von Jugend auf böse ist, wird bereits in „Die Bos­heit der Men­schen“ (Gene­sis 6,1 – 6,8) fest­ge­hal­ten. Die Glo­ba­li­sie­rung, die digi­ta­le Ver­net­zung und das frü­he Erler­nen von Welt­spra­chen, wie Eng­lisch und Chi­ne­sisch (zurück zur gemein­sa­men Spra­che), brin­gen vie­le Vor­tei­le mit sich, gleich­zei­tig löst sich dadurch aller­dings auch die weni­ger destruk­ti­ve Zer­streu­ung immer mehr auf. Gefähr­lich ist die­ser Fort­schritt vor allem auf Grund des Grö­ßen- und Mach­bar­keits­wahns unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft – in der wis­sen­schaft­li­chen Potenz, die die Men­schen haben, steckt zwar der Athe­is­mus doch vor dem zer­stö­re­ri­schen Poten­ti­al, das mit all dem „Fort­schritt“ ein­her­geht, warnt ins­be­son­de­re die Wis­sen­schaft selbst. Die jun­ge Akti­vis­tin Gre­ta Thun­berg hat es sich zum Ziel gesetzt, die Men­schen über die fort­lau­fen­de Zer­stö­rung unse­res Pla­ne­ten in Kennt­nis zu set­zen und die­ser ent­ge­gen­zu­wir­ken – dafür kämpft sie uner­bitt­lich, ohne das Ziel von Aner­ken­nung, auf den ver­schie­dens­ten Kli­ma­gip­feln – ähn­lich wie bei­spiels­wei­se Amos, ein Pro­phet des Alten Tes­ta­ments, der sei­ner­zeit ankla­gend, kom­pro­miss­los und unab­hän­gig die durch die Ober­schicht orga­ni­sier­te Ver­ar­mung im alten Isra­el anpran­ger­te. In der zwei­ten Hälf­te unse­rer Sit­zung befass­ten wir uns mit Gene­sis 11,10 bis Ende (den Erz­el­tern und Vor­fah­ren Abrams) und Gene­sis 12,1-3 (Abrams Beru­fung). Drei Auf­trä­ge und Ver­hei­ßun­gen äußert Gott gegen­über Abram. Er wer­de zu einem gro­ßen Volk, sein Name wer­de groß sein und als ein von Gott Geseg­ne­ter wer­de er selbst zum Segen ande­rer. Uns fiel die ande­re Schreib­wei­se des Namens Abrams auf, wel­cher erst ab Gene­sis 17,3 von Gott nament­lich als Abra­ham (Vater aller Völ­ker) genannt wird. Eine mög­li­che Aus­le­gung von Gene­sis 12,2 ist es, das „[G]roß machen“ des Namens als „ver­grö­ßern“, im Sin­ne von Buch­sta­ben hin­zu­fü­gen, zu ver­ste­hen – der län­ge­re Name ist nicht nur eine ande­re Schreib­wei­se son­dern er sym­bo­li­siert viel­mehr Abra­hams Erhö­hung, mit der sich ein exis­ten­zi­el­ler Umbruch abzeich­net. Abra­ham ist für die drei gro­ßen mono­the­is­ti­schen Welt­re­li­gio­nen eine Vater­fi­gur, wenn­gleich auch auf ver­schie­de­ne Wei­se, wes­halb sich für die­se auch die Bezeich­nung „Abra­ha­mi­ti­sche Relei­gio­nen“ ent­wi­ckel­te. Alle Juden sehen sich als Kin­der Abra­hams, er kann daher als ihr Stamm­va­ter betrach­tet wer­den. Die Chris­ten sehen im Erschei­nen von Jesus Chris­tus die Ver­hei­ßun­gen Abra­hams als erfüllt und erken­nen in sei­nem Glau­be und Gehor­sam ein gro­ßes Vor­bild (Vater aller Glau­ben­den). Die Mus­li­me sehen in ihm den Stamm­va­ter der Ismaeli­ten und einen Pro­phe­ten, der allen Men­schen einen ein­zig wah­ren Gott ver­kün­de­te. Wir unter­hiel­ten uns dar­über, in wel­cher Zeit die Urge­schich­te wohl ent­stan­den sein mag und es ist wahr­schein­lich, dass es sich um das 4. oder eher noch das 3. Jahr­hun­dert vor Chris­ti Geburt han­delt, da sich im genann­ten Jahr­hun­dert das Kon­zept eines ein­zi­gen Got­tes begann durch­zu­set­zen. Bereits Ter­ach, der Vater Abra­hams, ver­ließ Ur um ins gelob­te Land zu zie­hen, er lässt sich aller­dings in Haran nie­der (Gene­sis 11,31). Abra­ham setzt den Weg fort – er wird dadurch hei­mat- und schutz­los und kann als ers­ter Flücht­ling betrach­tet wer­den. Auf sei­ner Flucht treibt ihn die Hun­gers­not bis nach Ägyp­ten. Auf­fäl­lig ist der Bruch in der Dar­stel­lung Abra­hams – was in Gene­sis 12,1-9 got­testreu beginnt, schlägt in Gene­sis 12,10-20 zu einem uneh­ren­haf­ten Ver­hal­ten über: Er greift zur Lüge um sein Leben, wel­ches er in Gefahr sieht, zu schüt­zen. Mit die­ser zwei­ten Peri­ko­pe beginnt ver­mut­lich eine Erzäh­lung, die ursprüg­lich für sich allei­ne stand und nicht mit dem zuvo­ri­gen Abschnitt ver­bun­den war. Er gibt sei­ne Frau als sei­ne Schwes­ter aus und sieht sich gezwun­gen, sie an den Harem des Pha­ra­os weg­zu­ge­ben. Die Urfurcht eines Man­nes sei­ne schö­ne Frau zu ver­lie­ren und dadurch zu Scha­den zu kom­men, kann als Beweg­grund für die Lüge Abra­hams ver­stan­den wer­den. Auf die­se „Preis­ga­be­er­zäh­lung“ (bezeich­net eine Erzäh­lung in Gene­sis, bei der jeweils ein Erz­va­ter sei­ne Ehe­frau als sei­ne eige­ne Schwes­ter aus­gibt) von Abra­ham und Sara beim Pha­rao, fol­gen mit Gene­sis 20,1-18 (eben­falls von Abra­ham und Sara bei Abimel­ech) und Gene­sis 26,1-11 (von Isaak und Rebek­ka bei Abimel­ech) zwei wei­te­re ähn­li­cher Art. Beson­ders die bei­den Preis­ga­be­er­zäh­lun­gen Abra­hams wei­sen star­ke Par­al­le­len auf und in bei­den Fäl­len wird die Gefahr durch Got­tes Ein­griff ver­hin­dert. Eine Beson­der­heit die­ser Erzäh­lun­gen ist Got­tes direk­ter Kon­takt mit Nicht-Israe­li­ten. Spe­zi­ell in Gene­sis 20 rich­tet sich sei­ne Offen­ba­rung direkt an Abimel­ech, was ihn als eine Art uni­ver­sa­len Gott dar­stellt. Nach­dem Gott den Pha­rao und sein Haus mit schwe­ren Pla­gen schlug, lässt die­ser Abra­ham und Sara wei­ter­zie­hen (Gene­sis 12,17-20). Uns fiel das fried­li­che Aus­ge­hen die­ses Kon­flik­tes auf. Der posi­ti­ve Aus­gang der Peri­ko­pe beschreibt, wie ein Pha­rao nicht von sei­ner Macht einen ande­ren Men­schen zu bestra­fen Gebrauch machen möch­te. Am Ende der Stun­de spra­chen wir über die Abwei­chun­gen und Unstim­mig­kei­ten in der Bibel und kamen zu dem Fazit, dass eben­die­se zum selbst­stän­di­gen Nach­den­ken anre­gen – und das ist wich­tig.

 

22. Januar 2020

Cypri­an: Opfer­ver­ständ­nis des Abend­mahls, 63. Brief

1 Inhalt: Die­ses Send­schrei­ben Cypri­ans wen­det sich gegen einen Miß­brauch, der in eini­gen afri­ka­ni­schen Gemein­den ein­ge­ris­sen war: man ver­wen­de­te dort zur Eucha­ris­tie statt des Wei­nes oder einer Wein­mi­schung blo­ßes Wasser.Cyprian legt sei­ne Gegen­grün­de so ein­ge­hend dar, daß das Schrei­ben in Form und Umfang fast einem Trak­tat gleich­kommt, der die Auf­schrift tra­gen könn­te, die eini­ge Hand­schrif­ten bei­fü­gen: „Von dem Sakra­ment des Kel­ches unse­res Herrn.“ Gerich­tet ist die Schrift an einen gewis­sen Cäci­li­us, wahr­schein­lich den­sel­ben, der als Bischof von Bil­tha an dem Kon­zil des Jah­res 256 teil­nimmt. Obwohl eini­ge Gelehr­te, wie Rit­schl und Wat­son, aus sach­li­chen und sti­lis­ti­schen Grün­den den Brief [S. 255] womög­lich noch vor die ers­te Ver­fol­gung unter Deci­us set­zen möch­ten, wird er rich­ti­ger doch wohl unter die Brie­fe des Jah­res 253/254 ein­zu­rei­hen sein.Nachdem Cypri­an ein­lei­tend die Not­wen­dig­keit sei­nes Ein­grei­fens gezeigt hat, beruft er sich auf Bei­spie­le und Schrift­stel­len aus dem Alten Tes­ta­ment, die alle die Ver­wen­dung von Wein als not­wen­dig erwei­sen (Kap. 1―7). Dage­gen ist das Was­ser über­all nur als Sym­bol der Tau­fe zu deu­ten. Vor allem hat Chris­tus selbst bei der Ein­set­zung des Sakra­ments sich des Wei­nes bedient (Kap. 8—11). Auch das Wun­der bei der Hoch­zeit zu Kana beweist, daß wir unter dem Was­ser das Volk, unter dem Wein hin­ge­gen Chris­tus sel­ber zu ver­ste­hen haben, der sich mit dem gläu­bi­gen Volk ver­ei­ni­gen will (Kap. 12―13). Nicht mensch­li­che Gewohn­heit also, son­dern nur Chris­ti Vor­bild darf für uns maß­ge­bend sein. Noch ver­werf­li­cher wäre es, den Gebrauch des Wei­nes abzu­leh­nen aus Furcht, durch den Wein­ge­ruch sich als Jün­ger Chris­ti zu ver­ra­ten. Früh­mor­gens aber ist das Opfer des­halb zu fei­ern, weil es zugleich dem Gedächt­nis an die Auf­er­ste­hung Chris­ti die­nen soll (Kap. 14―16). Frü­he­re Ver­let­zung die­ser Pflicht wird Gott ver­zei­hen; wer aber auch nach die­ser Auf­klä­rung noch wei­ter an sei­nem Irr­tum fest­hält, ver­sün­digt sich gegen die Leh­re, die der Herr selbst auf­ge­stellt hat (Kap. 17―19) (Nähe­res über die­sen Brief bei Har­nack, Tex­te und Unter­su­chun­gen VII, 2 (1890); vgl. auch A. Schei­wi­ler, Die Ele­men­te der Eucha­ris­tie in den ers­ten drei Jahrh., Mainz 1903.).

14. Kapi­tel

Es darf sich also nie­mand ein­bil­den, teu­ers­ter Bru­der, man müs­se der Gewohn­heit gewis­ser Leu­te fol­gen, die es etwa bis­her für rich­tig hiel­ten, im Kel­che des Herrn nur Was­ser dar­zu­brin­gen. Man muß näm­lich erst fra­gen, wem sie selbst gefolgt sind. Denn wenn wir bei dem Opfer, das Chris­tus dar­ge­bracht hat, nur Chris­tus fol­gen dür­fen, so müs­sen wir doch sicher­lich auch das befol­gen und tun, was Chris­tus getan und zu tun befoh­len hat. Sagt er doch selbst im Evan­ge­li­um: “Wenn ihr tut, was ich euch gebie­te, dann nen­ne ich euch nicht mehr Knech­te, son­dern Freun­de [Joh. 15, 14. 15].“ Und daß man allein auf Chris­tus hören darf, das bezeugt auch der Vater vom Him­mel her­ab, indem er sagt: “Dies ist mein heiß­ge­lieb­ter Sohn, an dem ich Wohl­ge­fal­len habe; ihn höret [Matth. 17, 5]!“ Wenn man daher auf Chris­tus allein hören muß, so dür­fen wir nicht dar­auf ach­ten, was ein ande­rer vor uns zu tun für nötig hielt, son­dern was Chris­tus, der vor allen ist, zuerst getan hat. Denn nicht der Gewohn­heit eines Men­schen muß man fol­gen, son­dern der gött­li­chen Wahr­heit, da Gott durch den Mund des Isai­as spricht und sagt: “Ohne Grund aber ehren sie mich, indem sie Gebo­te und Leh­ren der Men­schen leh­ren [Is. 29, 13].“ Und den glei­chen Gedan­ken wie­der­holt der Herr aber­mals im Evan­ge­li­um mit den Wor­ten: “Ihr ver­werft das Gebot Got­tes, um eure Über­lie­fe­rung auf­zu­stel­len [Mark. 7, 13].“ Aber auch an einer ande­ren Stel­le äußert und sagt er: “Wer eines von die­sen gerings­ten Gebo­ten löst und die Men­schen so lehrt, wird der Gerings­te im Him­mel­reich genannt wer­den [Matth. 5, 19].“ Wenn es aber nicht ein­mal erlaubt ist, die gerings­ten von den Gebo­ten des Herrn zu ver­let­zen, ein wie­viel grö­ße­res Unrecht ist es dann, so bedeu­ten­de, so wich­ti­ge Gebo­te, die gera­de mit dem Geheim­nis des Lei­dens unse­res Herrn und unse­rer Erlö­sung so innig zusam­men­hän­gen, zu bre­chen oder auf Grund mensch­li­cher Über­lie­fe­rung in etwas ande­res umzu­än­dern, als was von Gott ange­ord­net ist! Denn wenn Chris­tus Jesus, unser Herr und Gott, selbst der höchs­te Pries­ter Got­tes, des Vaters, ist und sich sel­ber dem Vater als Opfer dar­ge­bracht und gebo­ten hat, daß dies zu sei­nem Gedächt­nis gesche­he, so ver­tritt doch sicher­lich nur jener Pries­ter in Wahr­heit Chris­ti Stel­le, der das, was Chris­tus getan hat, nach­ahmt, und er bringt in der Kir­che Gott, dem Vater, ein wah­res und voll­kom­me­nes Opfer nur dann dar, wenn er es in der Wei­se tut, wie er sieht, daß Chris­tus selbst es dar­ge­bracht hat.“

  1. Vgl. Sie das mit Mk 14!
  2. Wo wird Chris­tus im NT als Ober­pries­ter bzw. Hoher­pries­ter bezeich­net?
  3. Beach­ten Sie die Spra­che Cypri­ans! Stimmt sie mit der Erzäh­lung in Mk 14 über­ein?
  1. Brief
20. Januar 2020

Ent­ste­hung des Chris­ten­tums: Joh 1,1-18 zwei

Wir ver­such­ten, den vor­weih­nacht­li­chen Dis­kurs­zu­sam­men­hang zu ver­tie­fen. Das betraf das tri­ni­ta­ri­sche Modell und das Ver­hält­nis zum Juden­tum, aber auch Gen­der­fra­gen.

1. Das tri­ni­ta­risch Modell

Der λόγος (logos), die Weis­heit, das Wort ver­weist auf die σοφία (sofia) von Spr 8,22ff zurück, die vor der Schöp­fung mit dem Herrn spiel­te („im Anfang“). Zugleich bezieht sich Joh 1,1 auch auf Gen 1,1ff zurück, wodurch viel­leicht der Wech­sel von sofia zu logos moti­viert sein könn­te, das gött­li­che kau­sa­ti­ve schöp­fe­ri­sche Spre­chen wird durch Logos bezeich­net.

Das Ent­ste­hen des Chris­ten­tums geht mit­hin auf die mit Gott spie­len­de Weis­heit zurück, die mit dem Logos, Jesus Chris­tus bzw. dem Sohn gleich­ge­setzt wird. Gott ist der Herr der alt­tes­ta­ment­li­chen Tex­te und der Vater des Sohns.

Der drit­te Aspekt, der Geist, ist schon in Gen 1,2 genannt, wo er über der Urflut schweb­te. Hebrä­isch וְר֣וּח ist fem., grie­chisch πνεῦμα (pneu­ma) ist neu­tr., deutsch Geist ist mask. Die Über­set­zung „Geist­kraft“ fem. in der BgS ist legi­tim, aber doch ein Über­set­zungs-SUV. Da alle gram­ma­ti­schen Gene­ra vor­kom­men, ist es unwahr­schein­lich, dass gram­ma­ti­sches = bio­ti­sches Geschlecht ist, was in den 1980ern noch heiß dis­ku­tiert wur­de.

Der tri­ni­ta­ri­sche Ent­wurf im Johan­nes­evan­ge­li­um unter­stellt, dass sowohl „Vater sein von …“ als auch „Sohn sein von …“ jeweils dya­di­sche Rela­ti­ons­be­zeich­nun­gen sind. Der Geist geht vom Vater und vom Sohn aus, sodass es wohl drei dya­di­sche Rela­tio­nen sind, von Sub­stan­zen wie in der Debat­te ab dem 3. Jhdt. ist im Johan­nes­evan­ge­li­um kei­ne Rede.

2. Ver­hält­nis zum Juden­tum

Das Got­tes­ver­ständ­nis im Juden­tum ist mono­the­is­tisch, aber kei­nes­wegs mono­to­no­the­is­tisch. Dies schreibt das Johan­nes­evan­ge­li­um fort.

3. Gen­der­fra­gen

Sie sind zu berück­sich­ti­gen, z. B. heißt „glau­ben“ im Johan­nes­evan­ge­li­um „von Gott gebo­ren zu wer­den“, was aber nach Dtn 4 nicht heißt, dass Gott eine Frau ist.

19. Januar 2020

Urge­schich­te: Völ­ker­ta­fel und Turm­bau

Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt

Insti­tut für Theo­lo­gie und Sozi­al­ethik

Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner

Semi­nar: Die Urge­schich­te (Gen 1-12,3)

Pro­to­koll von: Sümey­ye Yil­maz

Sit­zung am 14.01.2020

Die Völ­ker­ta­fel

Mar­kus Wit­te, Wibilex

Laut Bibel ent­ste­hen die Völ­ker aus Noahs Nach­kom­men Sem, Ham und Jafet. Die­se drei bekom­men nach der Sint­flut Söh­ne, aus denen sich die unter­schied­li­chen Völ­ker her­aus­bil­den. Hier­bei taucht der Begriff „Noah­bund“ auf. Es han­delt sich um einen Bund zwi­schen Gott und Noah der besagt, dass „solan­ge die Erde steht, soll nicht auf­hö­ren Saat und Ern­te, Frost und Hit­ze, Som­mer und Win­ter, Tag und Nacht“ (Gen 8,22). Durch die­sen Bund wird deut­lich, dass der bibli­sche Gott allen Völ­kern gemein­sam ist, da sie den sel­ben Stamm haben. Noahs Sohn Sem ist von gro­ßer Bedeu­tung, da er „der Stamm­va­ter aller Nach­kom­men Ebers“ (Gen 1,10) ist. Sei­ne Nach­kom­men wer­den als Semi­ten bezeich­net, wor­aus sich auch der Begriff des (Anti)Semitismus ablei­tet. Unter „Eber“ kann man u. a. die Ost­me­so­po­ta­mi­schen Län­der, die ara­bi­schen Län­der und das West­se­mi­ti­sche Land Isra­el fas­sen. Auf­fäl­lig ist, dass die ara­bi­sche und hebräi­sche Spra­che Ähn­lich­kei­ten auf­wei­sen. Außer­dem wird unter dem heu­ti­gen Anti­se­mi­tis­mus nur die Dis­kri­mi­nie­rung von Juden ver­stan­den, die in der Bibel genann­ten „Semi­ten“ sind aus­ge­schlos­sen. Die Völ­ker­ta­fel gilt als Leit­fa­den der Bibel. Bereits im (Gen 4) wird durch die Flucht Kains nach Nod dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das jüdi­sche Leben weit ver­brei­tet ist. Die Bot­schaft die mit dem Aus­zug ver­mit­telt wird ist, dass Ras­sis­mus vom bibli­schen Welt­bild aus­ge­schlos­sen ist. Die Indi­vi­du­en wur­den von Gott erschaf­fen und haben sich vom sel­ben Stamm­va­ter in unter­schied­li­che Völ­ker her­aus­ge­bil­det.

Der Turm­bau zu Babel

Doré Wki­pe­dia

Die Bezeich­nung „Babel“ kommt aus dem Hebräi­schen und ver­weist auf das Verb „ver­wir­ren“. Die Men­schen spra­chen damals eine ein­zi­ge Spra­che, die allen gemein­sam war. Die­se beschlos­sen sich einen Turm zu bau­en, des­sen Spit­ze bis in den Him­mel reicht. Ziel des Erbau­ens war der Ruhm und der Zusam­men­halt des Vol­kes der dadurch erreicht wer­den soll­te. Des Wei­te­ren sym­bo­li­sier­te der Turm die Macht. Dem Herrn wur­de schnell deut­lich dass aus der Ein­heit Macht folg­te. So wur­de die Ein­heit des Vol­kes durch Gott zer­stört, in dem die Men­schen durch die gan­ze Welt gestreut und die gemein­sa­me Spra­che ver­wirrt wur­de. Somit wur­de das Volk geschwächt, da sie ein­an­der nicht mehr ver­stan­den. Die Stadt wird dar­um Baby­lon (Ver­wir­rung) genannt, weil hier die unter­schied­li­chen Spra­chen ent­stan­den.

9. Januar 2020

1. Sonn­tag nach Epi­pha­ni­as: 1Kor 1,26ff Gries­heim

1Kor 1,26 Seht doch eure Beru­fung an, Geschwis­ter: Es sind näm­lich nicht vie­le Wei­se nach dem Fleisch, nicht vie­le Mäch­ti­ge, nicht vie­le aus den adli­gen Fami­li­en unter euch. 27Vielmehr hat Gott die Unge­bil­de­ten bzw. Törich­ten der Welt erwählt, um die Wei­sen zu beschä­men; und die Schwa­chen der Welt hat Gott erwählt, um die Star­ken zu beschä­men. 28Und die Gerin­gen und die Ver­ach­te­ten der Welt hat Gott erwählt, die nichts gel­ten, um denen, die etwas sind, die Macht zu neh­men. 29Das geschieht, damit sich kein Mensch auf­grund von Wohl­stand und Erfolg vor Gott rüh­me, 30denn durch Gott seid ihr mit dem Chris­tus Jesus ver­bun­den, der uns von Gott her zur Weis­heit gewor­den ist, und zur Gerech­tig­keit und Hei­li­gung und Erlö­sung. 31So geschieht, was geschrie­ben steht: Wer sich rühmt, der rüh­me sich des Herrn. 1

Lie­be Gemein­de,

kein Text, der nur posi­tiv über die ange­schrie­be­nen Korinther:innen2 spricht. Ihre Beru­fung zum Glau­ben an Chris­tus sei zu einem Zeit­punkt erfolgt, in dem sie zumeist nicht zu den in der römi­schen Gesell­schaft ange­se­he­nen adli­gen Fami­li­en gehör­ten. Auch poli­tisch Mäch­ti­ge oder Ein­fluss­rei­che fän­den sich nicht häu­fig in der korin­thi­schen Gemein­de. Und wei­ter: Auch unter den Wei­sen fän­den sich weni­ge korin­thi­sche Gemein­de­glie­der bzw. umge­kehrt: Es gibt unter den korin­thi­schen Christ:innen wenig Wei­se bzw. Gebil­de­te. (more…)

  1. Vgl. BgS, zur Stel­le.
  2. Zum Jah­res­wech­sel habe ich mich ent­schlos­sen das Gen­der­stern­chen „*“ durch den Gen­der­dop­pel­punkt „:“ zu erset­zen.
30. Dezember 2019

Ankün­di­gung Som­mer­se­mes­ter 2020

SE Auf­klä­rung und neu­tes­ta­ment­li­che Exege­se

Dass neu­tes­ta­ment­li­che Tex­te als „reli­gi­ös“ ein­zu­schät­zen sind, darf wohl als Kon­sens gel­ten. Und vie­len gilt die Zeit etwa um Spi­no­za und Kant als Zeit der „Auf­klä­rung“, in der die his­to­risch-kri­ti­sche Metho­de ent­stand, die zu einer für moder­ne Men­schen auf­schluss­rei­chen Inter­pre­ta­ti­on der­ar­ti­ger Tex­te bei­tra­gen kön­ne.

Z. B. die Fra­ge nach den Frau­en­rech­ten hat in jün­ge­rer Zeit die­ses eher libe­ral-kon­ser­va­ti­ve Lek­tü­re-Modell infra­ge gestellt. Denn falls die­se sich erst seit der „Auf­klä­rung“ ent­wi­ckelt hät­ten, was ist dann mit der Gel­tung des NT?

Micha­el Ham­pe hat 2018 in „Drit­te Auf­klä­rung“ eine auch für das NT wich­ti­ge Unter­schei­dung getrof­fen: Mit Sokra­tes begin­ne die ers­te, die oben Genann­ten bil­de­ten die zwei­te und mit den Prag­ma­tis­ten ergä­be sich die drit­te Pha­se der Auf­klä­rung.

Sokra­tes ist also schon für das Ver­ständ­nis des NT wich­tig. Wir machen uns das an Fra­gen von Argu­men­ta­ti­on, Rhe­to­rik und mythi­schen Erzäh­lun­gen (μύθοι) deut­lich. Dabei erör­tern wir, ob und wie Ham­pes Auf­fas­sung rele­vant ist, dass Argu­men­ta­ti­on den grau­sa­men Umgang in Gesell­schaf­ten ersetzt bzw. zu erset­zen ver­sucht.

Ein wich­ti­ges The­ma ist die Auto­ri­täts­fra­ge. Das könn­ten wir uns an der Jah­res­lo­sung πιστεύω· βοήθει μου τῇ ἀπιστίᾳ (Mk 9,24) deut­lich machen. Das führt zu der für den Pro­tes­tan­tis­mus aus­schlag­ge­ben­den Fra­ge nach der Auto­ri­tät der Schrift.

Wir erar­bei­ten uns mit­hil­fe von Ham­pe ein deut­li­ches und dif­fe­ren­zier­tes Auf­klä­rungs­ver­ständ­nis und wen­den das auf das NT an.

 

29. Dezember 2019

Der Umwelt­streit

 

 

Der kur­ze und hef­ti­ge Dis­kurs um einen offen­bar als Sati­re gemein­ten Bei­trag zu den „Fri­days for Future“ in WDR 2 hat gezeigt, dass die Ner­ven vie­ler frei lie­gen. Sogar der NRW-Minis­ter­prä­si­dent äußer­te sich. Das Lied des Dort­mun­der Kin­der­chors nach der Melo­die „Mei­ne Oma fährt im Hüh­ner­stall Motor­rad …“ stell­te mehr­stro­phig Vor­wür­fe gegen „Fri­days for Future“ dar, die in der Regel von Ver­tre­tern von AfDFDP­CDSU geäu­ßert wer­den. Dadurch erhält die „Oma“ eine fik­tio­na­le Kohä­renz, die eine ein­zel­ne älte­re Dame sicher­lich nicht haben könn­te.1

In der Reak­ti­on vie­ler stand die Ver­wen­dung von Fäkal­spra­che im Vor­der­grund („Umwelt­sau“), eben­so die Pri­vi­le­gie­rung eines mög­li­chen Genera­tio­nen­kon­flikts usf. Natür­lich wer­den en pas­sant Ver­schwö­rungs­my­then um Gre­ta Thun­berg geäu­ßert.

Zur Sach­ebe­ne äußer­te sich auf Twit­ter nie­mand oder kaum jemand. Das ist aber m. E. die rele­van­te Fra­ge­stel­lung. Vor 40 Jah­ren bekam ich durch Hans Jonas, Das Prin­zip Ver­ant­wor­tung, 1979ff,  davon Kennt­nis. (more…)

  1. Es kann erwo­gen wer­den, ob das jeden­falls auch als vor­sorg­li­che Abwehr even­tu­el­ler Belei­di­gungs­kla­gen gewählt wur­de, aber m. E. steht hier die Kohä­renz eines bestimm­ten poli­ti­schen eher „rech­ten“ Vor­wurfs­typs im Vor­der­grund. – Z. B. mei­ne Kri­tik an der wis­sen­schafts­theo­re­ti­schen Unge­nau­ig­keit soge­nann­ter „Kli­ma­for­scher“ und der blo­ßen Beru­fung auf deren Stu­di­en kam gar nicht vor. 👹
23. Dezember 2019

Gen 9 Urge­schich­te

Pro­to­kol­lant Mar­cel Zopp

In der Sit­zung vom 17.12.19 beschäf­tig­ten wir uns mit Gen. 9 Vers 1-28. Zu Beginn beschäf­tig­ten wir uns mit Vers 1-17.

Nach­dem Noah nach der ver­hee­ren­den Sint­flut im Gebir­ge Ara­rat ankam, sprach Gott mit Noah und sei­nen Söh­nen. Dabei sprach Gott:

Seid frucht­bar und meh­ret euch und fül­let die Erde. Furcht und Schre­cken vor euch sei über allen Tie­ren auf Erden und über allen Vögeln unter dem Him­mel, über allem, was auf dem Erd­bo­den wim­melt, und über allen Fischen im Meer; in eure Hän­de sei­en sie gege­ben. Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Spei­se; wie das grü­ne Kraut habe ich’s euch alles gege­ben.“

Im Gegen­zug ging Gott einen Bund mit Noah ein, wel­cher besagt, dass Gott über die Men­schen und Lebe­we­sen, wel­che von nun an eeben wer­den, nie wie­der solch ein Leid zuge­fügt wer­den soll.

Das ist das Zei­chen des Bun­des, den ich geschlos­sen habe zwi­schen mir und euch und allem leben­di­gen Getier bei euch auf ewig“.

Dabei wur­de fest­ge­stellt, dass der Bund mit­tels eines Regen­bo­gens sym­bo­li­siert wird.

Allein das Fleisch mit sei­nem Leben, sei­nem Blut, esst nicht! Euer eige­nes Blut jedoch will ich ein­for­dern. Von jedem Tier will ich es ein­for­dern.“

Wir stell­ten fest, dass das Wort Blut ein Sym­bol für das Leben ist. Des­halb sol­len Tie­re, sofern die­se ver­zehrt wer­den sol­len, auch zuerst geschäch­tet wer­den, um sicher­zu­ge­hen, dass das Leben auch kom­plett aus dem Tier her­aus ist. Auch ver­gli­chen wir die Rol­le des Tie­res zwi­schen Gene­sis 1 und Gene­sis 9. Wäh­rend es in Gene­sis 1 noch in Ord­nung ist, sich auch vegan zu ernäh­ren, sprach Gott in Gene­sis 9:

Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Spei­se“.

Anschlie­ßend befass­ten wir uns mit den Ver­sen 18-29.

Und da er von dem Wein trank, ward er trun­ken und lag im Zelt auf­ge­deckt. Als nun Ham, Kanaans Vater, sei­nes Vaters Blö­ße sah, sag­te er’s sei­nen bei­den Brü­dern drau­ßen.“

Nach­dem sich Noah dem Wein­bau wid­me­te und sich dar­auf hin betrank und dabei nackt in sei­nen Gemach lag, bekam dies Ham mit und ver­petz­te die Taten bei sei­nen Brü­dern, um sei­nen Vater bloß­zu­stel­len. Als Noah dies aber mit­be­kam, bestraf­te er Ham damit, indem er ihn zum Knecht sei­ner Brü­der ernann­te.