Zum Inhalt springen


Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


2. Februar 2018

Vier­ter Sonn­tag nach Epi­pha­ni­as: Gen 11,1-9 (EfG Gries­heim)

 

Gen 11 1Es war so, dass die gan­ze Erde eine ein­heit­li­che Sprech­wei­se und über­ein­stim­men­de Wor­te hat­te. 2Da geschah es, als sie von Osten auf­bra­chen, dass sie eine Ebe­ne im Lan­de Schi­nar fan­den und sich dort nie­der­lie­ßen. 3Und sie spra­chen, ein Mensch zu sei­nem Mit­men­schen: »Wohl­an! Wir wol­len Lehm­zie­gel zie­geln und im Brand bren­nen!« Und der Zie­gel dien­te ihnen als Stein, und das Erd­pech dien­te ihnen als Mör­tel. 4Und sie spra­chen: »Wohl­an! Wir wol­len eine Stadt und einen Turm bau­en, und sei­ne Spit­ze soll him­mel­hoch sein. So wol­len wir uns einen Namen machen, dass wir uns nicht zer­streu­en über die gan­ze Erd­flä­che!« 5Da stieg der Herr hin­ab, um die Stadt und den Turm zu bese­hen, wel­che die Men­schen bau­ten. 6Und der Herr sprach: »Ja, ein Volk sind sie und eine ein­heit­li­che Sprech­wei­se haben sie alle – und dies ist erst der Anfang ihres Tuns. Und nun: Nichts wird ihnen unaus­führ­bar blei­ben, was immer sie sich zu tun vor­neh­men. 7Wohlan! Wir wol­len hin­ab­stei­gen und dort ihre Rede durch­ein­an­der brin­gen, sodass kein Mensch mehr die Rede der Mit­men­schen ver­steht.« 8Da zer­streu­te der Herr sie von dort über die gan­ze Erd­flä­che, und sie hör­ten auf, die Stadt zu bau­en. 9Von daher nennt man ihren Namen Babel, ›Durch­ein­an­der‹, dort hat ja der Herr die Sprech­wei­se der gan­zen Erde durch­ein­an­der gebracht, und von dort hat der Herr sie über die gan­ze Erd­flä­che zer­streut. (Vgl. Bibel in gerech­ter Spra­che, z. St.)

Lie­be Gemein­de,

Gott, der Herr, hat es nicht leicht mit den Men­schen in der Urge­schich­te, in Gen 1-12,3. Zunächst erschafft er sie als weib­li­che und männ­li­che Wesen, wel­che als sei­ne Bil­der die Schöp­fung beherr­schen und bewah­ren sol­len. Mit­hil­fe der Schlan­ge essen Eva und Adam vom Baum der Erkennt­nis des Guten und Bösen, sie wer­den dadurch sitt­lich genau­so klug wie Gott – und müs­sen des­halb das Para­dies ver­las­sen, damit sie nicht auch noch vom Baum des Lebens essen und wie Gott unsterb­lich wer­den. Gott, der Herr, ach­tet also dar­auf, dass die Men­schen ihm nicht völ­lig gleich wer­den.
(more…)

31. Januar 2018

Ver­an­stal­tun­gen Darm­stadt 30.01.

Flucht, Eth­nie usf.

Da ich zu einer KIKA-Sen­dung ver­linkt hat­te, ging es um die Fra­ge, wie der Bezug zu gewalt­lo­sen Kon­flikt­lö­sungs­stra­te­gi­en wie in Mt 5,38ff zu ver­ste­hen sei. Die Sen­dung zeigt ein jun­ges Paar, das mit­ein­an­der Kon­flik­te zu bear­bei­ten sucht, auch Eltern kom­men zu Wort. Die Sen­dung wur­de z. B. auf Twit­ter skan­da­li­siert, weil hier angeb­lich ein geflüch­te­ter Syrer eine jun­ge Deut­sche sexu­ell miss­braucht habe und sie wahr­schein­lich umbrin­gen wer­de. Im Video wird die Ver­schie­den­heit des Paars the­ma­ti­siert. Zu unse­rem Text passt, dass der Kon­flikt von bei­den aus­ge­spro­chen wird – und Fremd­heits­er­fah­run­gen offen­ge­legt wer­den. In der Fol­ge wur­den die Dif­fe­ren­zen katholisch/evangelisch und christlich/muslimisch, deutsch/syrisch erör­tert, eben­falls der Reli­gi­ons­un­ter­richt an öffent­li­chen Schu­len.
(more…)

24. Januar 2018

Ver­an­stal­tun­gen in Darm­stadt 23.01.

  1. 1. Theo­lo­gie: Fremd­heit usf.

Wir beschränk­ten uns auf Mt 5,38-48, ein Text, der Par­al­le­len in Lk 6 hat. Gezeigt wer­den soll­te, wie sich die Uni­ver­sa­li­tät von Juden­tum und Chris­ten­tum und Juden­tum nun dar­stellt. Jesus gilt als der­je­ni­ge, der Gesetz und Pro­phe­ten dyna­misch aus­legt, das ist der Sinn der For­mu­lie­rung: „… nicht auf­lö­sen … , son­dern erfül­len“ (Mt 5,17).

Der Text hat es beson­ders mit dem Phä­no­men von Fremd­heit, Anders­sein als … zu tun bzw. mit Kon­flik­ten, die dar­aus erwach­sen kön­nen.

Als wich­ti­ge Regel der Tora wird Ex 21,24f her­an­ge­zo­gen, die zu einem gleich­be­rech­tig­ten Aus­gleich auf­for­dert: „Auge um Auge, Zahn um Zahn …“ Es gab zwei Schwie­rig­kei­ten, das auf den fol­gen­den Text zu bezie­hen.

  1. Linke/rechte Wan­ge, bor­gen?
  2. Wie sol­len wir das machen? Ein Ver­trau­ens­pro­blem.

Gemeint ist eine Form des gewalt­lo­sen Wider­stands wie zuneh­mend seit Ende des 19. Jhdts. gesagt wird. Wir dis­ku­tier­ten Ghan­di, Bon­hoef­fer, die Ker­zen in der Leip­zi­ger Niko­lai­kir­che. Sowohl das römi­sche Lehr­amt als auch die offi­zi­el­le Hal­tung der EKD sind nach der erneu­ten Zunah­me von gewalt­tä­ti­gen, krie­ge­ri­schen Lösun­gen auf die­se Posi­ti­on zurück­ge­kom­men. Haupt­ar­gu­ment ist, dass alle krie­ge­ri­schen Lösun­gen seit eini­ger Zeit ein wei­te­res Infer­no aus­lö­sen.

Zu einem sehr aktu­el­len Pro­blem, das bei unse­rer Dis­kus­si­on eine Rol­les spiel­te, vgl. hier.

  1. 2. Urge­schich­te

Die Völ­ker­ta­fel in Gen 10 (vgl. hier) ent­wirft ein Bild der Völ­ker­welt, das wohl bis ins Neue Tes­ta­ment gül­tig sein dürf­te, Mar­kus Wit­te berück­sich­tigt m. E. zurecht den Bezug der Tafel auf Grie­chen­land.

Wir beschäf­tig­ten uns prag­ma­tisch mit 9,18ff, zumal der Dozent mit Stu­den­tin­nen zusam­men war.

Wie schon zuvor wird die Domi­nanz einer patri­li­nea­ren Betrach­tungs­wei­se offen­sicht­lich. Der Dozent ver­wies auf die sym­me­tri­sche Bestim­mung in Gen 1,26ff als eine Gegen­ent­wick­lung, sodass ein Inter­pre­ta­ti­ons­spiel­raum ent­steht, der eigen­stän­di­ge Interpret/inn/en erfor­der­lich macht, um die Bibel kri­tisch und exis­ten­zi­ell enga­giert zu lesen.

Ein gutes Bei­spiel dafür war die Debat­te der Teil­neh­me­rin­nen, die das auf die eige­ne Lebens­welt bezo­gen.

Grie­chi­sche Lek­tü­re, Johan­nes­evan­ge­li­um, Joh 10,12ff

Wir über­setz­ten Joh 10,12-31 und ent­schie­den uns dann, in der nächs­ten Sit­zung auf 1 Joh 4 über­zu­ge­hen. Seg­men­tiert sieht der über­setz­te Text so aus:

12 μισθωτς κα οκ ν ποιμν,

ο οκ στιν τ πρβατα δια,

θεωρε τν λκον ρχμενον

κα φησιν τ πρβατα κα φεγει –

κα λκος ρπζει ατ κα σκορπζει –

13τι μισθωτς στιν κα ο μλει ατ περ τν προβτων.

 14γ εμι ποιμν καλς κα γινσκω τ μ

κα γινσκουσν με τ μ,
(more…)

Grie­chi­sche Lek­tü­re, Auf­ga­ben!

Am Mon­tag ist mir ein Feh­ler unter­lau­fen, sor­ry!

Auf­ga­ben zum 29.o1

1. Über­set­zen und seg­men­tie­ren Sie 1Joh 4(!),1-21!

 

22. Januar 2018

TUD">TUD

Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Fremd­sein und Flucht im NT- Volk, Eth­nie
und Reli­gi­on im Welt­ho­ri­zont
Gele­se­ner Text: Mat­thä­us, Kapi­tel 2.1-23
Pro­to­koll vom 16.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis drei beschreibt die Bibel, dass Jesus in Beth­le­hem in Judäa gebo­ren ist. Zu die­ser Zeit regiert der König Hero­des, ein Römi­scher König, das Land. Als Hero­des durch die Stern­deu­ter von der Geburt Jesus erfährt, erschrickt Hero­des und mit ihm ganz Jeru­sa­lem. Die Stern­deu­ter fra­gen Hero­des, wo sie den neu­en König der Juden fin­den kön­nen. Hier wird deut­lich, wie poli­tisch die­se Bibel­ver­se sind: Es geht pri­mär nicht um die Geburt Chris­ti, son­dern um Macht und Macht­über­nah­me. Auch die For­mu­lie­rung der Stern­deu­ter, die in bibli­schen Über­set­zun­gen fälsch­lich oft auch als Hei­li­ge Drei Köni­ge über­setzt wer­den, „sie wol­len sich vor dem neu­en König nie­der­wer­fen“, beschreibt deut­lich, wel­che Ehrung Jesus gebüh­ren wird.

Ab Vers vier ist Hero­des aktiv auf der Suche nach dem Jesus­kind, dem Ret­ter, der nach Aus­sa­gen der Pries­ter und Geset­zes­leh­rer das Volk Juda ret­ten und beschüt­zen wird, so wie der Pro­phet es geschrie­ben hat. Hero­des bit­tet die Stern­deu­ter heim­lich zu sich und fragt sie aus, ob sie wis­sen, wo der Ret­ter gebo­ren wur­de. Hero­des beauf­tragt die Stern­deu­ter mit der Suche nach Jesus – er möch­te auch das Kind auf­su­chen und sich vor ihm nie­der­wer­fen, so sagt er. Auch hier, in den Ver­sen vier bis acht, ver­deut­licht die Bibel, wie nah Macht und Intri­gen mit­ein­an­der ver­wo­ben sind, was Men­schen bereit sind zu tun, um in eine Vor­macht­stel­lung zu gelan­gen. Die Stern­deu­ter füh­ren in die­sen Ver­sen den Wunsch Hero­des aus, sie las­sen sich täu­schen und zie­hen los, um das Kind zu suchen.

In die­sem Kapi­tel nimmt der Him­mel und die Stern­bil­der einen beson­de­ren Stel­len­wert ein, ganz beson­ders, der Stern, der die Stern­deu­ter zur Geburts­stät­te von Jesus lei­tet. Durch die Ster­nen­kon­stel­la­ti­on, die zur Geburt Chris­ti am Him­mel stand, sind His­to­ri­ker immer wie­der mit der Auf­ga­be befasst, die genau­en Geburts- und Ster­be­da­ten von Jesus zu ermit­teln. Dabei treibt der Wunsch nach der Veri­fi­zier­bar­keit der Per­son Jesus die Men­schen immer wie­der dazu an, Fak­ten­wis­sen um Jesus zu ermit­teln. Gera­de mit den unter­schied­li­chen Geschich­ten der Bibel, die alle eine eige­ne Sicht­wei­se und eine eige­ne Rea­li­tät ver­mit­teln wol­len, hat Mat­thä­us 2 sowie Lukas 2 einen über­ge­ord­ne­ten Hand­lungs­strang, der uns ver­mit­telt wer­den soll. Es geht nicht um die eine Wahr­heit, um Recht und Unrecht, oder um das Sam­meln von Fak­ten. Viel­mehr lässt sich aus der unter­schied­li­chen Bericht­erstat­tung um Jesu Geburt ein Kern­punkt ermit­teln: Es geht dar­um, ein Ver­ständ­nis dafür zu ent­wi­ckeln, dass Men­schen unter­schied­lich wahr­neh­men, Situa­tio­nen unter­schied­lich erfah­ren und bewer­ten, ihre eige­nen Sicht­wei­sen auf Sach­ver­hal­te und Din­ge haben und dass all die­se Rea­li­tä­ten in der Sum­me ihrer Aus­sa­gen uns dar­an erin­nern sol­len, in einen Dis­kurs mit unse­ren Mit­men­schen zu kom­men. Nicht im Sin­ne von Recht und Unrecht, son­dern im Sin­ne eines inte­gra­ti­ven Aus­tau­schens. Dem­nach kann die Geschich­te von Mat­thä­us zwei auch in einen eso­te­ri­schen Kon­text gebracht wer­den: Der Stern, der zu Jesus Geburts­stät­te führt, hat eine mys­ti­sche Bedeu­tung. Im Zeit­al­ter der Anti­ke war Astro­no­mie, die auch zur Astro­lo­gie ten­dier­te, vor allem in Meso­po­ta­mi­en ein Ver­such, sich die Welt zu erschlie­ßen und als wis­sen­schaft­li­che Dis­zi­plin galt und aner­kannt war. (more…)

21. Januar 2018

Gen 8-9

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten:
Die Urge­schich­te (Gen 1-11)
Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
The­ma: Gen 8,1 – 9,17
Datum: 16.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: Nico­le Röh­rig

Das The­ma der heu­ti­gen Sit­zung sind ist Gene­sis 8,1 – 9,17 und die seman­ti­sche Deu­tung ihres Inhalts.
Nach einer kur­zen inhalt­li­chen Wie­der­ga­be wer­den die fol­gen­den Punk­te in der Grup­pe dis­ku­tiert.
Seman­tik der Pflan­zen und Tie­re in der Gene­sis 8 und 9
Das ers­te Sym­bol, das bereits zu Beginn der Text­stel­len anzu­tref­fen ist und zum The­ma der Dis­kus­si­on wird, sind die Pflan­zen. Waren sie noch mit der Flut unter­ge­gan­gen, wur­den die­se nicht zusam­men mit allen ande­ren Lebe­we­sen ver­nich­tet, son­dern sie wer­den viel­mehr zum Bin­de­glied zwi­schen Noah und dem Ende der Flut. Es ist letzt­end­lich eine Pflan­ze die auf neu­es Land hin­deu­tet. (Der Zweig im Schna­bel der Tau­be.) Die Pflan­zen sind, trotz ihrer ver­meint­li­chen Unschein­bar­keit, ein wesent­li­ches Ele­ment.
Das zwei­te Sym­bol, wel­ches von den Semi­nar­teil­neh­mern hin­ter­fragt wird, ist der Rabe bzw. die Tau­be, die in Gen 8,6-8,10 erwähnt wer­den. In einem kur­zen Exkurs, erklärt Herr Prof. Pött­ner die mytho­lo­gi­sche Bedeu­tung der bei­den Tie­re und ihre Affi­ni­tät zum Gött­li­chen. Beson­ders die Tau­be ist in der Bibel bei ent­schei­den­den Ereig­nis­sen anzu­tref­fen.
Der Dis­kus­si­on über die Bedeu­tung und Sym­bo­lik ein­zel­ner Ele­men­te, folgt die Fra­ge, wie es nun mit Noah und sei­ner Fami­lie nach der Sint­flut wei­ter­geht. Nach einer kur­zen Klä­rung der inhalt­li­chen Aspek­te, nach denen Noah und sei­ne Fami­lie nach ca. 150 Tagen an Land gehen und Gott ein Brand­op­fer dar­brin­gen, rückt nun das neue Ver­hält­nis von Gott zu den Men­schen in den Fokus der Semi­nar­teil­neh­mer.
Die Fehl­bar­keit Got­tes und der Aspekt der Reue
Neben der Sym­bo­lik der Tie­re und Pflan­zen wird ein wesent­li­ches und sich ste­tig wie­der­ho­len­des Ele­ment der Gene­sis von Prof. Pött­ner im Rah­men der Seman­tik auf­ge­grif­fen: das Ele­ment der Reue. Nach der Erschaf­fung des Men­schen reut es Gott die­sen in die Welt gebracht zu haben. Er erkennt das der Mensch Böses in sich trägt und schickt die Sint­flut um sei­nen Feh­ler zu berei­ni­gen. Hier zieht Herr Prof. Pött­ner noch ein­mal den Ver­gleich der letz­ten Semi­nar­sit­zung von Gott mit einem Künst­ler her­an, der sobald er mit sei­nem Werk nicht zufrie­den ist, aus einem Akt des Jäh­zorns sein Werk ver­nich­tet, um wie­der neu begin­nen zu kön­nen. In Gene­sis 8 stel­len wir fest, dass es Gott nun reut, die Mensch­heit ver­nich­tet zu haben. Eine Wand­lung im Ver­hal­ten Got­tes ist deut­lich. (more…)

17. Januar 2018

Zusam­men­fas­sung vom 15.01.

http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2016/06/12/%c2%a7-6-bildlichkeit/

Wir behan­del­ten den Schluss­teil der dia­lo­gi­schen Pas­sa­gen zu der krea­ti­ven Meta­pher ἐγώ εἰμι τὸ φῶς τοῦ κόσμου und began­nen mit der Erör­te­rung der bei­den wei­te­ren krea­ti­ven Meta­phern ἐγώ εἰμι ἡ θύρα τῶν προβάτων – sowie die weit bekann­te­re: Ἐγώ εἰμι ὁ ποιμὴν ὁ καλός. Seg­men­tiert sieht der Text so aus:
47ὁ ὢν ἐκ τοῦ θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ ἀκούει·
διὰ τοῦτο ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε,
ὅτι ἐκ τοῦ θεοῦ οὐκ ἐστέ.

 48Ἀπεκρίθησαν οἱ Ἰουδαῖοι καὶ εἶπαν αὐτῷ·
οὐ καλῶς λέγομεν ἡμεῖς ὅτι
Σαμαρίτης εἶ σὺ καὶ δαιμόνιον ἔχεις;

49ἀπεκρίθη Ἰησοῦς·
ἐγὼ δαιμόνιον οὐκ ἔχω,
ἀλλὰ τιμῶ τὸν πατέρα μου,
καὶ ὑμεῖς ἀτιμάζετέ με.

50ἐγὼ δὲ οὐ ζητῶ τὴν δόξαν μου·
ἔστιν ὁ ζητῶν καὶ κρίνων.

51ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν,
ἐάν τις τὸν ἐμὸν λόγον τηρήσῃ,
θάνατον οὐ μὴ θεωρήσῃ εἰς τὸν αἰῶνα.

52Εἶπον [οὖν] αὐτῷ οἱ Ἰουδαῖοι·
νῦν ἐγνώκαμεν ὅτι δαιμόνιον ἔχεις.
Ἀβραὰμ ἀπέθανεν καὶ οἱ προφῆται, καὶ σὺ λέγεις·
ἐάν τις τὸν λόγον μου τηρήσῃ,
οὐ μὴ γεύσηται θανάτου εἰς τὸν αἰῶνα.

53μὴ σὺ μείζων εἶ τοῦ πατρὸς ἡμῶν Ἀβραάμ,
ὅστις ἀπέθανεν;
καὶ οἱ προφῆται ἀπέθανον.
τίνα σεαυτὸν ποιεῖς;

54ἀπεκρίθη Ἰησοῦς·
ἐὰν ἐγὼ δοξάσω ἐμαυτόν,
ἡ δόξα μου οὐδέν ἐστιν·
ἔστιν ὁ πατήρ μου ὁ δοξάζων με,
ὃν ὑμεῖς λέγετε
ὅτι θεὸς ἡμῶν ἐστιν,

55καὶ οὐκ ἐγνώκατε αὐτόν,
ἐγὼ δὲ οἶδα αὐτόν.
κἂν εἴπω ὅτι οὐκ οἶδα αὐτόν,
ἔσομαι ὅμοιος ὑμῖν ψεύστης·
ἀλλ’ οἶδα αὐτὸν καὶ τὸν λόγον αὐτοῦ τηρῶ.

56Ἀβραὰμ ὁ πατὴρ ὑμῶν ἠγαλλιάσατο
ἵνα ἴδῃ τὴν ἡμέραν τὴν ἐμήν,
Mκαὶ εἶδεν καὶ ἐχάρη.

57εἶπον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι πρὸς αὐτόν·
πεντήκοντα ἔτη οὔπω ἔχεις
καὶ Ἀβραὰμ ἑώρακας;

58εἶπεν αὐτοῖς Ἰησοῦς·
ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, m
πρὶν Ἀβραὰμ γενέσθαι ἐγὼ εἰμί.

59Ἦραν οὖν λίθους ἵνα βάλωσιν ἐπ’ αὐτόν.
Ἰησοῦς δὲ ἐκρύβη καὶ ἐξῆλθεν ἐκ τοῦ ἱεροῦ. (more…)

15. Januar 2018

Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das Arbei­ten: Die Urge­schich­te
Gele­se­ne Tex­te: 1 Mose, Kapi­tel 6.1-6.22/Kapitel 7.1-7.24
Pro­to­koll vom 09.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis vier beschreibt die Bibel, wie die Men­schen began­nen, sich zu ver­meh­ren und sich über der Erde aus­zu­brei­ten. An die­ser Stel­le der Bibel wer­den sehr vie­le Frau­en erst­ma­lig erwähnt, eben­so wie der seit Gen 2.24 prä­sen­te Geschlechts­akt ange­führt wird, der zur Zeu­gung von Kin­dern führt.

Die Frau­en wer­den als schön beschrie­ben, die Got­tes­söh­ne, mit ihrer Got­tes­gleich­heit kön­nen auch als Engel dar­ge­stellt wer­den, die gewal­tig und mäch­tig sind.

Die Got­tes­söh­ne such­ten sich die Frau­en aus, die ihnen jeweils am bes­ten gefie­len und zeug­ten mit ihnen Kin­der. Hier wird den Frau­en kei­ner­lei Selbst­be­stimmt­heit zuge­schrie­ben, denn sie wur­den von den Got­tes­söh­nen aus­ge­wählt. Auch lässt die Beschrei­bung der Schön­heit der Frau­en auf eine Objek­ti­vie­rung des weib­li­chen Geschlechts zurück­schlie­ßen. Eine Rol­le, mit der sich Frau­en bis heu­te aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. (more…)

12. Januar 2018

Die Uni­ver­sa­li­tät von Juden­tum und Chris­ten­tum (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Jes 49,1-6 öff­net wie Jes 42,1-4 die Kon­zen­tra­ti­on auf „Isra­el“ auf alle. Im Vor­der­grund ste­hen wohl auch hier die Grie­chen als Inbe­griff der „Völ­ker“ (Luther: „Hei­den“). Der „Skla­ve“ des Herrn wird als „Licht der Völ­ker“ ver­stan­den, m. E. spricht der Pro­phet aus, wel­che Funk­ti­on Isra­el zukommt.

Lk 1,46ff spricht die Kon­se­quen­zen aus: Die Ver­hei­ßun­gen an Isra­el gehen jetzt in Erfül­lung, wobei Armut und poli­ti­sche Unter­drü­ckung the­ma­ti­siert wer­den. Im Blick­feld ist der römi­sche Kai­ser Augus­tus.
(more…)