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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


15. Februar 2019

zei­chen

6. Februar 2019

Gen 11,1-8

 

The­ma war Gen 11,1-8, der Turm­bau zu Babel. Der „Herr“ ist auch dafür zustän­dig.
Idee einer ursprüng­li­chen Ein­heits­spra­che, die ver­wirrt wird, um die tech­ni­sche Macht der Men­schen zu erschwe­ren. Im Semi­nar wur­de fest­ge­stellt, das es sich nur um die­ses han­delt.
Tat­säch­lich fun­giert der Turm als Ein­heits- bzw. Zen­tra­li­sie­rungs­sym­bol, wes­halb der wich­tigs­te Gegen­satz die Zer­streu­ung ist. Zu den Zik­ku­rat. Sie wur­den wahr­schein­lich zur astro­no­mi­schen Gestirn­be­ob­ach­tung genutzt und daher konn­ten schon im 7. Jhdt. v. d. Z. Mond­fins­ter­nis­se vor­aus­ge­sagt wer­den.
Auch das Pfingst­wun­der in Act 2 ändert an der Dif­fe­renz der Spra­chen nichts, es ist ein Über­set­zungs­wun­der.
Das Semi­nar dis­ku­tier­te aus­führ­lich die EU und den Bre­x­it.

Mk 7,24ff

 

The­ma war mein Vor­trag, der im Netz steht. Dazu Dis­kus­si­on von Mk 7,24ff. Es ist auf­fäl­lig, dass es eine Frau ist, die als ein­zi­ge ein Streit­ge­spräch gegen Jesus gewinnt.

2. Februar 2019

Joh 1,1-3, Zusam­men­fas­sung vom 22.01.

 

 

 

 … ἐν ἀρχῇ — The­ma war Joh,1-3, um in Bezug auf Gott bestimm­te Rede­wei­sen zu über­prü­fen. Joh 1,1 gehört zu den wich­tigs­ten Tex­ten, die sich auf en arche, am/im Anfang bezie­hen: Gen 1,1LXX, Prov 8,23LXX und Joh 1,1. Wir sahen uns die Inter­pre­ta­ti­on von Gen 1,1 in Prov 8,22ff an, da spielt der Herr (JHWH) mit der Weis­heit, sei­nem Lieb­ling, einer weib­li­chen Figur. Sie gibt dann der Schöp­fung, die der Herr voll­zieht, einen wei­sen Sinn. Die Weis­heit ist als per­so­na­le weib­li­che Figur bei der Schöp­fung dabei. (more…)

31. Januar 2019

Frau­en in Funk­ti­ons­po­si­tio­nen im Neu­en Tes­ta­ment: kir­chen­lei­ten­des Han­deln


 

 

 

Ich begin­ne mit einer her­me­neu­ti­schen Vor­re­de (I) und erläu­te­re dann eini­ge Punk­te, die sich auf­grund neu­tes­ta­ment­li­chen Tex­te erge­ben (II).

I. Her­me­neu­ti­sche Vor­re­de zu Funk­tio­nen von Gemein­den im Neu­en Tes­ta­ment

Ich hal­te die alte Dis­kus­si­on über kirch­li­ches Amt vs. Cha­ris­men (Gna­den­ga­ben [z. B. 1Kor 12-14]) für obso­let. Für das Ein­neh­men von Funk­ti­ons­po­si­tio­nen wird im Chris­ten­tum stets der hei­li­ge Geist ver­ant­wort­lich gemacht, sodass viel­leicht ein Gegen­satz von spon­ta­ne­ren Über­nah­men von Funk­ti­ons­po­si­tio­nen oder sta­bi­le­ren, qua­si recht­lich geord­ne­ten Funk­ti­ons­po­si­tio­nen allen­falls erwo­gen wer­den kann. Das ist am Anfang des Chris­ten­tums nicht über­ra­schend.
Ich schlie­ße mich hier der Begriff­lich­keit Schlei­er­ma­chers in der Kur­zen Dar­stel­lung des theo­lo­gi­schen Stu­di­ums, 1811ff, an, der von kir­chen­lei­ten­dem Han­deln spricht, wenn eine Per­son über­wie­gend auf ande­re ein­wirkt, das ist aber für vie­le Christ*innen mög­lich, die selbst reli­gi­ös affi­ziert und zugleich bil­dungs­mä­ßig sen­si­bel sind, um Dif­fe­ren­zen in der jewei­li­gen Gemein­de wahr­zu­neh­men – und för­dernd zu bear­bei­ten. (more…)

28. Januar 2019

Gen 10: Völ­ker­ta­fel

Völ­ker­ta­fel wibilex

 

Wir befass­ten uns mit Gen 10, der soge­nann­ten Völ­ker­ta­fel. Eine Erläu­te­rung mit gra­fi­schen Dar­stel­lun­gen befin­det sich hier.

Für uns war wich­tig her­aus­zu­fin­den, wel­che prag­ma­ti­sche Funk­ti­on der Text, der die von Noah und sei­nen Söh­nen abstam­men­de Mensch­heit genea­lo­gisch dar­stellt, hat. Zu Hil­fe kam uns die Notiz über den Nim­rod, der ein gro­ßer Jäger vor dem „Herrn“ gewe­sen sei (Gen 10,8ff). Er kam aus Äthio­pi­en, leb­te dann aber in Meso­po­ta­mi­en, Babel. D. h., der „Herr“ ist auch Gott in Baby­lon – und Juden*, die den Text lesen, ver­ste­hen, dass der Gott Isra­els auch der Gott ande­rer Völ­ker ist, mit denen der Noah­bund geschlos­sen ist.
Die Poin­te ist, dass aber nicht nur Meso­po­ta­mi­en und Ägyp­ten erwähnt sind, son­dern auch die grie­chi­schen Inseln, was zur Datie­rung an das 5. bis 3. Jhdt. v. d. Z. den­ken lässt.

Die Got­tes­kon­zep­ti­on ist mono­the­is­tisch, der „Herr“ ist der ein­zi­ge Gott. Und was das heißt, ver­sucht die Tafel zu zei­gen.

Deu­tero­je­sa­ja

Ent­ste­hung

Im Unter­schied zum ers­ten Jesa­ja set­zen die Kapi­tel 40-55 vor­aus, dass die frü­her ange­sag­te Kata­stro­phe bereits ein­ge­tre­ten ist, viel mehr noch, die Zeit ist nun reif für eine grund­sätz­li­che Wen­de zum Guten. Die­se Kapi­tel sind dem­nach deut­lich spä­ter ent­stan­den, sie set­zen die Situa­ti­on des Exils vor­aus und ver­wei­sen bereits auf den Per­ser­kö­nig Kyros, der dem neu­ba­by­lo­ni­schen Reich, das Jeru­sa­lem zer­stört hat­te, das Ende berei­ten wird. Die Rück­wan­de­rung der Exu­lan­ten nach Isra­el wird nur erwar­tet, nicht als gesche­hen beschrie­ben, daher sind die Tex­te wohl vor 539 v. d. Z. ent­stan­den, wahr­schein­lich in Baby­lo­ni­en. Es ist mög­lich, dass „Deu­tero­je­sa­ja“ nicht ein ein­zel­ner Autor war, son­dern dass eine Schu­le von Pro­phe­ten hin­ter die­sen Tex­ten steht.

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23. Januar 2019

1Kor 11,3ff Die Haar­tracht der Frau­en als Gen­der­zei­chen

Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Männ­li­che und weib­li­che Rede vom Gott im NT?
Leh­ren­der: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
Pro­to­koll der Sit­zung vom 22.01.2019
The­ma der Sit­zung: Haar­tracht, 1 Kor 11,3ff.
Pro­to­kol­lan­tin: C. Alber­ti

1. Rück­blick auf die ver­gan­ge­ne Sit­zung:
Zu Beginn der Sit­zung wur­de kurz das Pro­to­koll der ver­gan­ge­nen Sit­zung the­ma­ti­siert.

S: Alle Semi­nar­teil­neh­mer fan­den die­ses sehr gut geglie­dert, aus­führ­lich und hilf­reich für den Nach­voll­zug der Sit­zung.
P: Die Beschäf­ti­gung in der letz­ten Sit­zung mit dem Text Mk 10,28ff. sei kein Zufall gewe­sen, da der Text sehr wich­tig sei, auch im Hin­blick auf die Fra­ge der Müt­ter. Laut Herrn Pött­ner feh­le im Pro­to­koll, dass die Dis­kus­si­on um die­sen Text in der ver­gan­ge­nen Sit­zung sehr kon­tro­vers war. Falls noch Dis­kus­si­ons­be­darf bestün­de, kön­ne in der heu­ti­gen Sit­zung dar­über noch wei­ter dis­ku­tiert wer­den.

2. Zum heu­ti­gen The­ma:
Die heu­ti­ge Text­ba­sis ist 1. Kor 11,3ff. Laut Prof. Dr. Pött­ner han­de­le es sich dabei um einen der wich­tigs­ten Tex­te, anhand derer man Fra­gen u. a. bezüg­lich der Betei­li­gung von Frau­en am Got­tes­dienst beur­tei­len kön­ne.

3 Ich will aber, dass ihr wisst, dass Chris­tus das Haupt eines jeden Man­nes ist; der Mann aber ist das Haupt der Frau; Gott aber ist das Haupt Chris­ti. 4 Ein jeder Mann, der betet oder pro­phe­tisch redet und hat etwas auf dem Haupt, der schän­det sein Haupt.5 Jede Frau aber, die betet oder pro­phe­tisch redet mit unbe­deck­tem Haupt, die schän­det ihr Haupt; denn es ist gera­de so, als wäre sie gescho­ren. 6 Will sie sich nicht bede­cken, so soll sie sich doch das Haar abschnei­den las­sen! Wenn es aber für die Frau eine Schan­de ist, dass sie das Haar abge­schnit­ten hat oder gescho­ren ist, soll sie sich bedecken.7 Der Mann aber soll das Haupt nicht bede­cken, denn er ist Got­tes Bild und Abglanz; die Frau aber ist des Man­nes Abglanz. 8 Denn der Mann ist nicht von der Frau, son­dern die Frau von dem Mann. 9 Und der Mann wur­de nicht geschaf­fen um der Frau wil­len, son­dern die Frau um des Man­nes wil­len. 10 Dar­um soll die Frau eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel wil­len. 11 Doch im Herrn ist weder die Frau ohne den Mann noch der Mann ohne die Frau; 12 denn wie die Frau von dem Mann, so ist auch der Mann durch die Frau; aber alles von Gott. 13 Urteilt bei euch selbst: Steht es einer Frau wohl an, dass sie unbe­deckt vor Gott betet? 14 Lehrt euch nicht die Natur selbst, dass es für einen Mann eine Uneh­re ist, wenn er lan­ges Haar trägt, 15 aber für eine Frau eine Ehre, wenn sie lan­ges Haar hat? Das Haar ist ihr als Schlei­er gege­ben. 16 Ist aber jemand unter euch, der dar­über strei­ten will, so soll er wis­sen, dass wir die­se Sit­te nicht haben – und die Gemein­den Got­tes auch nicht.

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20. Januar 2019

Gen 9, Bund und Wein­bau

Mit der Betrach­tung von Gen 9 tra­ten wir expli­zit in die Refle­xi­on der Text­prag­ma­tik ein. Dabei geht es um die Funk­ti­on eines Tex­tes in der jewei­li­gen Gemein­schaft – hier der noa­chi­ti­schen Mensch­heit. Denn der Herr schließt mit Noah einen Bund, der alle Men­schen umfasst. Dar­in sind auch die Tie­re ein­ge­schlos­sen, was bri­san­te Fra­gen auf­warf.
Zunächst wer­den schon beim Opfer Abels in Gen 4 Tie­re getö­tet, obgleich Gen 1 das nicht vor­sieht.
Vor die­sem Hin­ter­grund wur­de erör­tert, ob die Got­tes­bild­lich­keit der Men­schen den Aus­schlag gibt, war­um Tie­re getö­tet und geges­sen wer­den dür­fen, wäh­rend dies für Men­schen nicht gilt.
Der Bund hat ein Zei­chen, den Regen­bo­gen, der sym­bo­li­siert, dass Gott nicht wie­der destruk­tiv han­deln wird, was einen Aspekt der Reue Got­tes impli­ziert.
Wir wer­den in Gen 10f sehen, dass die gesam­te Mensch­heit gemeint ist und genau­er nach dem prag­ma­ti­schen Sinn der Urge­schich­te fra­gen. (more…)

19. Januar 2019

Pro­to­koll vom 15.01.2019

Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Männ­li­che und weib­li­che Rede vom Gott im NT?
Leh­ren­der: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
Pro­to­koll der Sit­zung vom 15.01.2019
The­ma der Sit­zung: Got­tes Müt­ter

1. Orga­ni­sa­to­ri­sches
Zu Beginn der Sit­zung wur­de die letz­te Sit­zung noch ein­mal kurz reflek­tiert und zusam­men­ge­fasst. Dabei wur­de der Bezug zu Gala­ter 3,26-29 her­ge­stellt und die Dis­kus­si­on mit unter­schied­li­chen Mei­nun­gen her­vor­ge­ho­ben.
Anschlie­ßend wur­de ein kur­zer Aus­blick auf die fol­gen­de Sit­zung gege­ben. Dort sol­le es um das The­ma „Haar­tracht“ gehen unter Betrach­tung von 1. Korin­ther 11,3ff.
Es wur­de mit dem inhalt­li­chen Teil fort­ge­fah­ren.

2. Semi­nar­in­hal­te
Der Inhalt der Sit­zung lässt sich in zwei The­men­blö­cke auf­tei­len. Zunächst hielt Prof. Dr. Pött­ner einen Vor­trag zum The­ma „Das Geschlech­ter­ver­hält­nis im Neu­en Tes­ta­ment vor dem bibli­schen Hin­ter­grund“, wor­auf­hin anschlie­ßen­de Fra­gen dis­ku­tiert wur­den. Im Fokus stand dabei die Bibel­stel­le Mar­kus 10,28-30. (more…)