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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegen Weisheit und Liebe verborgen …


22. Januar 2018

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Semi­nar: Theo­lo­gie des Neu­en Tes­ta­ments: Fremd­sein und Flucht im NT- Volk, Eth­nie
und Reli­gi­on im Welt­ho­ri­zont
Gele­se­ner Text: Mat­thä­us, Kapi­tel 2.1-23
Pro­to­koll vom 16.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis drei beschreibt die Bibel, dass Jesus in Beth­le­hem in Judäa gebo­ren ist. Zu die­ser Zeit regiert der König Hero­des, ein Römi­scher König, das Land. Als Hero­des durch die Stern­deu­ter von der Geburt Jesus erfährt, erschrickt Hero­des und mit ihm ganz Jeru­sa­lem. Die Stern­deu­ter fra­gen Hero­des, wo sie den neu­en König der Juden fin­den kön­nen. Hier wird deut­lich, wie poli­tisch die­se Bibel­ver­se sind: Es geht pri­mär nicht um die Geburt Chris­ti, son­dern um Macht und Macht­über­nah­me. Auch die For­mu­lie­rung der Stern­deu­ter, die in bibli­schen Über­set­zun­gen fälsch­lich oft auch als Hei­li­ge Drei Köni­ge über­setzt wer­den, „sie wol­len sich vor dem neu­en König nie­der­wer­fen“, beschreibt deut­lich, wel­che Ehrung Jesus gebüh­ren wird.

Ab Vers vier ist Hero­des aktiv auf der Suche nach dem Jesus­kind, dem Ret­ter, der nach Aus­sa­gen der Pries­ter und Geset­zes­leh­rer das Volk Juda ret­ten und beschüt­zen wird, so wie der Pro­phet es geschrie­ben hat. Hero­des bit­tet die Stern­deu­ter heim­lich zu sich und fragt sie aus, ob sie wis­sen, wo der Ret­ter gebo­ren wur­de. Hero­des beauf­tragt die Stern­deu­ter mit der Suche nach Jesus – er möch­te auch das Kind auf­su­chen und sich vor ihm nie­der­wer­fen, so sagt er. Auch hier, in den Ver­sen vier bis acht, ver­deut­licht die Bibel, wie nah Macht und Intri­gen mit­ein­an­der ver­wo­ben sind, was Men­schen bereit sind zu tun, um in eine Vor­macht­stel­lung zu gelan­gen. Die Stern­deu­ter füh­ren in die­sen Ver­sen den Wunsch Hero­des aus, sie las­sen sich täu­schen und zie­hen los, um das Kind zu suchen.

In die­sem Kapi­tel nimmt der Him­mel und die Stern­bil­der einen beson­de­ren Stel­len­wert ein, ganz beson­ders, der Stern, der die Stern­deu­ter zur Geburts­stät­te von Jesus lei­tet. Durch die Ster­nen­kon­stel­la­ti­on, die zur Geburt Chris­ti am Him­mel stand, sind His­to­ri­ker immer wie­der mit der Auf­ga­be befasst, die genau­en Geburts- und Ster­be­da­ten von Jesus zu ermit­teln. Dabei treibt der Wunsch nach der Veri­fi­zier­bar­keit der Per­son Jesus die Men­schen immer wie­der dazu an, Fak­ten­wis­sen um Jesus zu ermit­teln. Gera­de mit den unter­schied­li­chen Geschich­ten der Bibel, die alle eine eige­ne Sicht­wei­se und eine eige­ne Rea­li­tät ver­mit­teln wol­len, hat Mat­thä­us 2 sowie Lukas 2 einen über­ge­ord­ne­ten Hand­lungs­strang, der uns ver­mit­telt wer­den soll. Es geht nicht um die eine Wahr­heit, um Recht und Unrecht, oder um das Sam­meln von Fak­ten. Viel­mehr lässt sich aus der unter­schied­li­chen Bericht­erstat­tung um Jesu Geburt ein Kern­punkt ermit­teln: Es geht dar­um, ein Ver­ständ­nis dafür zu ent­wi­ckeln, dass Men­schen unter­schied­lich wahr­neh­men, Situa­tio­nen unter­schied­lich erfah­ren und bewer­ten, ihre eige­nen Sicht­wei­sen auf Sach­ver­hal­te und Din­ge haben und dass all die­se Rea­li­tä­ten in der Sum­me ihrer Aus­sa­gen uns dar­an erin­nern sol­len, in einen Dis­kurs mit unse­ren Mit­men­schen zu kom­men. Nicht im Sin­ne von Recht und Unrecht, son­dern im Sin­ne eines inte­gra­ti­ven Aus­tau­schens. Dem­nach kann die Geschich­te von Mat­thä­us zwei auch in einen eso­te­ri­schen Kon­text gebracht wer­den: Der Stern, der zu Jesus Geburts­stät­te führt, hat eine mys­ti­sche Bedeu­tung. Im Zeit­al­ter der Anti­ke war Astro­no­mie, die auch zur Astro­lo­gie ten­dier­te, vor allem in Meso­po­ta­mi­en ein Ver­such, sich die Welt zu erschlie­ßen und als wis­sen­schaft­li­che Dis­zi­plin galt und aner­kannt war. (more…)

21. Januar 2018

Gen 8-9

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten:
Die Urge­schich­te (Gen 1-11)
Dozent: Prof. Dr. Mar­tin Pött­ner
The­ma: Gen 8,1 – 9,17
Datum: 16.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: Nico­le Röh­rig

Das The­ma der heu­ti­gen Sit­zung sind ist Gene­sis 8,1 – 9,17 und die seman­ti­sche Deu­tung ihres Inhalts.
Nach einer kur­zen inhalt­li­chen Wie­der­ga­be wer­den die fol­gen­den Punk­te in der Grup­pe dis­ku­tiert.
Seman­tik der Pflan­zen und Tie­re in der Gene­sis 8 und 9
Das ers­te Sym­bol, das bereits zu Beginn der Text­stel­len anzu­tref­fen ist und zum The­ma der Dis­kus­si­on wird, sind die Pflan­zen. Waren sie noch mit der Flut unter­ge­gan­gen, wur­den die­se nicht zusam­men mit allen ande­ren Lebe­we­sen ver­nich­tet, son­dern sie wer­den viel­mehr zum Bin­de­glied zwi­schen Noah und dem Ende der Flut. Es ist letzt­end­lich eine Pflan­ze die auf neu­es Land hin­deu­tet. (Der Zweig im Schna­bel der Tau­be.) Die Pflan­zen sind, trotz ihrer ver­meint­li­chen Unschein­bar­keit, ein wesent­li­ches Ele­ment.
Das zwei­te Sym­bol, wel­ches von den Semi­nar­teil­neh­mern hin­ter­fragt wird, ist der Rabe bzw. die Tau­be, die in Gen 8,6-8,10 erwähnt wer­den. In einem kur­zen Exkurs, erklärt Herr Prof. Pött­ner die mytho­lo­gi­sche Bedeu­tung der bei­den Tie­re und ihre Affi­ni­tät zum Gött­li­chen. Beson­ders die Tau­be ist in der Bibel bei ent­schei­den­den Ereig­nis­sen anzu­tref­fen.
Der Dis­kus­si­on über die Bedeu­tung und Sym­bo­lik ein­zel­ner Ele­men­te, folgt die Fra­ge, wie es nun mit Noah und sei­ner Fami­lie nach der Sint­flut wei­ter­geht. Nach einer kur­zen Klä­rung der inhalt­li­chen Aspek­te, nach denen Noah und sei­ne Fami­lie nach ca. 150 Tagen an Land gehen und Gott ein Brand­op­fer dar­brin­gen, rückt nun das neue Ver­hält­nis von Gott zu den Men­schen in den Fokus der Semi­nar­teil­neh­mer.
Die Fehl­bar­keit Got­tes und der Aspekt der Reue
Neben der Sym­bo­lik der Tie­re und Pflan­zen wird ein wesent­li­ches und sich ste­tig wie­der­ho­len­des Ele­ment der Gene­sis von Prof. Pött­ner im Rah­men der Seman­tik auf­ge­grif­fen: das Ele­ment der Reue. Nach der Erschaf­fung des Men­schen reut es Gott die­sen in die Welt gebracht zu haben. Er erkennt das der Mensch Böses in sich trägt und schickt die Sint­flut um sei­nen Feh­ler zu berei­ni­gen. Hier zieht Herr Prof. Pött­ner noch ein­mal den Ver­gleich der letz­ten Semi­nar­sit­zung von Gott mit einem Künst­ler her­an, der sobald er mit sei­nem Werk nicht zufrie­den ist, aus einem Akt des Jäh­zorns sein Werk ver­nich­tet, um wie­der neu begin­nen zu kön­nen. In Gene­sis 8 stel­len wir fest, dass es Gott nun reut, die Mensch­heit ver­nich­tet zu haben. Eine Wand­lung im Ver­hal­ten Got­tes ist deut­lich. (more…)

17. Januar 2018

Zusam­men­fas­sung vom 15.01.

http://alltagundphilosophie.com.www256.your-server.de/2016/06/12/%c2%a7-6-bildlichkeit/

Wir behan­del­ten den Schluss­teil der dia­lo­gi­schen Pas­sa­gen zu der krea­ti­ven Meta­pher ἐγώ εἰμι τὸ φῶς τοῦ κόσμου und began­nen mit der Erör­te­rung der bei­den wei­te­ren krea­ti­ven Meta­phern ἐγώ εἰμι ἡ θύρα τῶν προβάτων – sowie die weit bekann­te­re: Ἐγώ εἰμι ὁ ποιμὴν ὁ καλός. Seg­men­tiert sieht der Text so aus:
47ὁ ὢν ἐκ τοῦ θεοῦ τὰ ῥήματα τοῦ θεοῦ ἀκούει·
διὰ τοῦτο ὑμεῖς οὐκ ἀκούετε,
ὅτι ἐκ τοῦ θεοῦ οὐκ ἐστέ.

 48Ἀπεκρίθησαν οἱ Ἰουδαῖοι καὶ εἶπαν αὐτῷ·
οὐ καλῶς λέγομεν ἡμεῖς ὅτι
Σαμαρίτης εἶ σὺ καὶ δαιμόνιον ἔχεις;

49ἀπεκρίθη Ἰησοῦς·
ἐγὼ δαιμόνιον οὐκ ἔχω,
ἀλλὰ τιμῶ τὸν πατέρα μου,
καὶ ὑμεῖς ἀτιμάζετέ με.

50ἐγὼ δὲ οὐ ζητῶ τὴν δόξαν μου·
ἔστιν ὁ ζητῶν καὶ κρίνων.

51ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν,
ἐάν τις τὸν ἐμὸν λόγον τηρήσῃ,
θάνατον οὐ μὴ θεωρήσῃ εἰς τὸν αἰῶνα.

52Εἶπον [οὖν] αὐτῷ οἱ Ἰουδαῖοι·
νῦν ἐγνώκαμεν ὅτι δαιμόνιον ἔχεις.
Ἀβραὰμ ἀπέθανεν καὶ οἱ προφῆται, καὶ σὺ λέγεις·
ἐάν τις τὸν λόγον μου τηρήσῃ,
οὐ μὴ γεύσηται θανάτου εἰς τὸν αἰῶνα.

53μὴ σὺ μείζων εἶ τοῦ πατρὸς ἡμῶν Ἀβραάμ,
ὅστις ἀπέθανεν;
καὶ οἱ προφῆται ἀπέθανον.
τίνα σεαυτὸν ποιεῖς;

54ἀπεκρίθη Ἰησοῦς·
ἐὰν ἐγὼ δοξάσω ἐμαυτόν,
ἡ δόξα μου οὐδέν ἐστιν·
ἔστιν ὁ πατήρ μου ὁ δοξάζων με,
ὃν ὑμεῖς λέγετε
ὅτι θεὸς ἡμῶν ἐστιν,

55καὶ οὐκ ἐγνώκατε αὐτόν,
ἐγὼ δὲ οἶδα αὐτόν.
κἂν εἴπω ὅτι οὐκ οἶδα αὐτόν,
ἔσομαι ὅμοιος ὑμῖν ψεύστης·
ἀλλ’ οἶδα αὐτὸν καὶ τὸν λόγον αὐτοῦ τηρῶ.

56Ἀβραὰμ ὁ πατὴρ ὑμῶν ἠγαλλιάσατο
ἵνα ἴδῃ τὴν ἡμέραν τὴν ἐμήν,
Mκαὶ εἶδεν καὶ ἐχάρη.

57εἶπον οὖν οἱ Ἰουδαῖοι πρὸς αὐτόν·
πεντήκοντα ἔτη οὔπω ἔχεις
καὶ Ἀβραὰμ ἑώρακας;

58εἶπεν αὐτοῖς Ἰησοῦς·
ἀμὴν ἀμὴν λέγω ὑμῖν, m
πρὶν Ἀβραὰμ γενέσθαι ἐγὼ εἰμί.

59Ἦραν οὖν λίθους ἵνα βάλωσιν ἐπ’ αὐτόν.
Ἰησοῦς δὲ ἐκρύβη καὶ ἐξῆλθεν ἐκ τοῦ ἱεροῦ. (more…)

15. Januar 2018

Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt

Semi­nar: Ein­füh­rung in die exege­ti­schen Metho­den und das Arbei­ten: Die Urge­schich­te
Gele­se­ne Tex­te: 1 Mose, Kapi­tel 6.1-6.22/Kapitel 7.1-7.24
Pro­to­koll vom 09.01.2018
Pro­to­kol­lan­tin: LW

In den Ver­sen eins bis vier beschreibt die Bibel, wie die Men­schen began­nen, sich zu ver­meh­ren und sich über der Erde aus­zu­brei­ten. An die­ser Stel­le der Bibel wer­den sehr vie­le Frau­en erst­ma­lig erwähnt, eben­so wie der seit Gen 2.24 prä­sen­te Geschlechts­akt ange­führt wird, der zur Zeu­gung von Kin­dern führt.

Die Frau­en wer­den als schön beschrie­ben, die Got­tes­söh­ne, mit ihrer Got­tes­gleich­heit kön­nen auch als Engel dar­ge­stellt wer­den, die gewal­tig und mäch­tig sind.

Die Got­tes­söh­ne such­ten sich die Frau­en aus, die ihnen jeweils am bes­ten gefie­len und zeug­ten mit ihnen Kin­der. Hier wird den Frau­en kei­ner­lei Selbst­be­stimmt­heit zuge­schrie­ben, denn sie wur­den von den Got­tes­söh­nen aus­ge­wählt. Auch lässt die Beschrei­bung der Schön­heit der Frau­en auf eine Objek­ti­vie­rung des weib­li­chen Geschlechts zurück­schlie­ßen. Eine Rol­le, mit der sich Frau­en bis heu­te aus­ein­an­der­set­zen müs­sen. (more…)

12. Januar 2018

Die Uni­ver­sa­li­tät von Juden­tum und Chris­ten­tum (Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Darm­stadt)

Jes 49,1-6 öff­net wie Jes 42,1-4 die Kon­zen­tra­ti­on auf „Isra­el“ auf alle. Im Vor­der­grund ste­hen wohl auch hier die Grie­chen als Inbe­griff der „Völ­ker“ (Luther: „Hei­den“). Der „Skla­ve“ des Herrn wird als „Licht der Völ­ker“ ver­stan­den, m. E. spricht der Pro­phet aus, wel­che Funk­ti­on Isra­el zukommt.

Lk 1,46ff spricht die Kon­se­quen­zen aus: Die Ver­hei­ßun­gen an Isra­el gehen jetzt in Erfül­lung, wobei Armut und poli­ti­sche Unter­drü­ckung the­ma­ti­siert wer­den. Im Blick­feld ist der römi­sche Kai­ser Augus­tus.
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11. Januar 2018

Zusam­men­fas­sung vom 08.01. (Uni Hd)

Wir über­setz­ten Joh 8,21ff. Das sieht seg­men­tiert so aus:

21Επεν ον πλιν ατος·

γπγω

κα ζητσετ με,

καν τμαρτίᾳ μν ποθανεσθε·

που γπγω μες ο δνασθε λθεν.

22λεγον ον οουδαοι·

μτι ποκτενεαυτν,

τι λγει·

που γπγω μες ο δνασθε λθεν;

23καλεγεν ατος·

μες κ τν κτω στ,

γκ τν νω εμ·

μες κ τοτου το κσμου στ,

γ οκ εμκ το κσμου τοτου.

24επον ον μν τι ποθανεσθε ν τας μαρταις μν·

ἐὰν γρ μ πιστεσητε τι γ εμι,

ποθανεσθε ν τας μαρταις μν.

25λεγον ον ατ·

σ τς ε;

επεν ατος ησος·

τν ρχν τι κα λαλμν;

26πολλχω περμν λαλεν κα κρνειν,


λλ‘ πμψας με ληθς στιν,

κγκουσα παρ‘ ατο

τατα λαλ ες τν κσμον.

27οκ γνωσαν τι τν πατρα ατος λεγεν.

28επεν ον [ατος] ησος·

ταν ψσητε τν υἱὸν τονθρπου,

ττε γνσεσθε τι γ εμι,

καπ‘ μαυτο ποι οδν,

λλ καθς δδαξν με πατρ τατα λαλ.

29κα πμψας με μετ‘ μοστιν·

οκ φκν με μνον,


τι γ τρεστ ατ ποι πντοτε.

 30Τατα ατο λαλοντος πολλοπστευσαν ες ατν.
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23. Dezember 2017

Weih­nach­ten 2017

Wer sich fragt, ob es sinn­voll sei, 2017 Weih­nach­ten in Bezug auf Jesus von Naza­reth zu fei­ern, wird sich nicht von der Geburts­tags­fra­ge auf­hal­ten las­sen. Im Neu­en Tes­ta­ment ist ein unschar­fer Jah­res­ho­ri­zont zwi­schen ca. 7 v. d. Z. bis 7 n. d. Z. mög­lich. Die heu­te domi­nan­te Auf­fas­sung hängt von der Kon­stan­ti­ni­sche Wen­de ab, als Jesus die Nach­fol­ge des Sol vic­tus in der Römi­schen Reichs­re­li­gi­on antrat. Und das war ein Gott der Win­ter­son­nen­wen­de, da sein Jah­res­lauf dann begann.
Nach einer Rei­he von neu­tes­ta­ment­li­chen Tex­ten bezog sich Jesus auf bestimm­te Tex­te des AT, die das Juden­tum als uni­ver­sa­le Reli­gi­on kon­zi­pier­ten (z. B. Jes 42,1-4; 49,1-6) und vor­aus­sag­ten, dass der Skla­ve des Herrn gewalt­frei und laut­los das gött­li­che Recht nicht zuletzt in Grie­chen­land zur Gel­tung brin­gen wer­de. Tat­säch­lich ist die­se Pro­phe­zei­ung in Erfül­lung gegan­gen. Denn vie­les, was in Juden­tum und Chris­ten­tum als gött­li­ches Recht ver­stan­den wur­de, ist seit 1948ff Men­schen­recht.
Daher geht es bei Weih­nach­ten auch um die Gel­tung der Men­schen­rech­te. Wer also die Kir­chen angreift, die eine Alli­anz mit der Dik­ta­to­rin Mer­kel bil­de­ten, greift die Men­schen­rech­te an.

 

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20. Dezember 2017

Uni Hd: Joh 8,1-20

Wir über­setz­ten Joh 8,1-20:
1Ἰησοῦς δὲ ἐπορεύθη εἰς τὸ ὄρος τῶν ἐλαιῶν.

2Ὄρθρου δὲ πάλιν παρεγένετο εἰς τὸ ἱερὸν
καὶ πᾶς ὁ λαὸς ἤρχετο πρὸς αὐτόν,
καὶ καθίσας ἐδίδασκεν αὐτούς.

3Ἄγουσιν δὲ οἱ γραμματεῖς καὶ οἱ Φαρισαῖοι γυναῖκα ἐπὶ μοιχείᾳ κατειλημμένην
καὶ στήσαντες αὐτὴν ἐν μέσῳ

4λέγουσιν αὐτῷ·
διδάσκαλε,
αὕτη ἡ γυνὴ κατείληπται ἐπ’ αὐτοφώρῳ μοιχευομένη·

5ἐν δὲ τῷ νόμῳ ἡμῖν Μωϋσῆς ἐνετείλατο τὰς τοιαύτας λιθάζειν.
σὺ οὖν τί λέγεις;

6τοῦτο δὲ ἔλεγον πειράζοντες αὐτόν,
ἵνα ἔχωσιν κατηγορεῖν αὐτοῦ.
ὁ δὲ Ἰησοῦς κάτω κύψας
τῷ δακτύλῳ κατέγραφεν εἰς τὴν γῆν.

7ὡς δὲ ἐπέμενον ἐρωτῶντες αὐτόν,
ἀνέκυψεν καὶ εἶπεν αὐτοῖς·
ὁ ἀναμάρτητος ὑμῶν πρῶτος ἐπ’ αὐτὴν βαλέτω λίθον.

8καὶ πάλιν κατακύψας ἔγραφεν εἰς τὴν γῆν.

9οἱ δὲ ἀκούσαντες ἐξήρχοντο εἷς καθ’ εἷς ἀρξάμενοι ἀπὸ τῶν πρεσβυτέρων
καὶ κατελείφθη μόνος
καὶ ἡ γυνὴ ἐν μέσῳ οὖσα.

10ἀνακύψας δὲ ὁ Ἰησοῦς εἶπεν αὐτῇ·
γύναι,
ποῦ εἰσιν;
οὐδείς σε κατέκρινεν;

11ἡ δὲ εἶπεν·
οὐδείς, κύριε.
εἶπεν δὲ ὁ Ἰησοῦς·
οὐδὲ ἐγώ σε κατακρίνω·
πορεύου, [καὶ] ἀπὸ τοῦ νῦν μηκέτι ἁμάρτανε. (more…)

15. Dezember 2017

Urge­schich­te

 

The­ma waren die Geschlech­ter­fol­gen in Gen 4,17ff und 5,1ff. Zugleich näher­ten wir uns der seman­ti­schen, der inhalt­li­chen Ebe­ne der Text­ana­ly­se an.
4,17ff und 5,1ff erschie­nen uns unter­schie­den wie 2,4bff und 1,3ff, stär­ker erzäh­lend vs. eher lis­ten­mä­ßig. Inhalt­lich unter­schie­den sind die Tex­te durch Erwäh­nung von Frau­en und deren expli­zi­tem Feh­len. Lamech war sogar Poly­ga­mie.
Das hohe Alter der Ahnen beschäf­tigt unse und wird uns noch wei­ter beschäf­ti­gen. Uns fiel noch auf, dass Hen­och und Noah beson­ders posi­tiv her­vor­ge­ho­ben sind, wäh­rend Lamech wegen sei­nes prah­le­ri­schen Lie­des offen­bar nega­tiv bewer­tet wird.
War­um kommt es zur Sint­flut? Das ist eine Fra­ge, sie wird uns beim nächs­ten Mal beschäf­ti­gen.

Zusam­men­fas­sung Eth­nie usf.

The­ma der Sit­zung waren Jes 2,1-4 und 42,1-4.
Der Text der Völ­ker­wall­fahrt zum Zion (vgl. Mi 4) ist uni­ver­sal aus­ge­legt und zeigt bis Pau­lus eine zugleich israel­zen­tri­sche Kon­zep­ti­on. Der Zion ist der Tem­pel­berg in Jeru­sa­lem.
Zugleich ist der Gerichts­ge­dan­ke mit der Frie­dens­reichs-Idee ver­bun­den. Das wird in 42,1-4 noch gestei­gert. Denn jetzt agiert auch die mes­sia­ni­sche Figur, der Skla­ve JHWHs, der Knecht Got­tes gewalt­los. Er tritt nicht nach und bringt laut­los das Recht nach Grie­chen­land, gemeint sind wohl die Inseln in der Ägä­is.
Die Zeit bei­der Tex­te ist viel­leicht die Zeit Alex­an­ders des Gro­ßen oder sei­ner Nach­fol­ger. Bei­de Tex­te sind mono­the­is­tisch.
In der nächs­ten Sit­zung bespre­chen wir noch Jes 49,1-6