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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegt die Weisheit verborgen …


31. Mai 2009

Thomas Fuchs’ Kritik an bestimmten Vertretern der Gehirnforschung – und sein eigener Entwurf

Fuchs hat in den letzten Jahren eine Reihe von Beiträgen zur Kritik an der Gehirnforschung bzw. besonders an solchen Vertretern dieser Disziplin veröffentlicht, die wohl nicht zuletzt in den Massenmedien u. a. durch die „Giordano-Bruno-Stiftung”, die ähnlich wie die „Initiative für Neue Soziale Marktwirtschaft” medienbegleitend zu agieren scheint, in einer breiteren Öffentlichkeit prominent sind. Damit soll keine vorschnelle Identifizierung beider Strömungen vorgenommen werden. Es ist aber klar, dass der neoliberale Homo oeconomicus durchaus mit dem Singerschen Menschen verwandt ist, dessen neuronale Verschaltungen ihn festlegen – und der deswegen „nicht anders kann”[1]. Denn beide kennen keine reale Freiheit. Und beide haben Probleme, ein realistisches Verhältnis zum Anderen einzunehmen, beispielsweise die Art. 5, 14 und 15 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland hinreichend und angemessen zu würdigen. (weiterlesen…)

30. Mai 2009

StilleMaus, einspruch.org, Die Macht des Volkes

StilleMaus, einspruch.org, Die Macht des Volkes

26. Mai 2009

Brutaler Mord an einem Ehepaar und das Problem der Freiheit – Thomas Fuchs zu Felix D. und Torben B., Tessin, Mecklenburg

“Das  Böse”- gibt es das überhaupt? [1] Handelt es sich nicht um eine Fiktion, die wir wissenschaftlich erledigen können, wenn wir wissen, wie es zu bestimmten Handlungen kommt, die wir gewöhnlich als „böse” bezeichnen? Natürlich beobachtet man in den Massenmedien bei Amokläufen wie zuletzt in Winnenden ein Entsetzen, hier ließ sich keine leichte Erklärung finden, sieht man davon ab, dass der Vater des Täters gegen die Waffengesetze verstoßen hat. In Foren konnte man gelegentlich sehr schnelle psychologische Ferndiagnosen lesen. Mann oder Frau versucht, derartige Ereignisse induktiv unter eine schon bekannte Regel zu bringen, das Entsetzen ist dann jedenfalls einigermaßen ordentlich „wissenschaftlich” zu erfassen.

Thomas Fuchs wendet sich dieser Frage anhand eines u. a. auch massenmedial kommunizierten Falles zu:

„An einem Samstagabend im Januar 2007 klingeln der 17-jährige Felix D. und sein gleichaltriger Freund Torben B. an einer Haustür in Tessin, ihrem kleinen mecklenburgischen Heimatdorf. Der Bewohner öffnet, er kennt die beiden seit langem aus der Nachbarschaft, es sind freundliche und höfliche Jungen aus intakten Familien. Doch da ruft Felix ‚Reno!’, das ist das Codewort zum Losschlagen. Die beiden Jungen ziehen ihre mitgebrachten Messer und halten sie dem Mann an die Kehle mit den Worten: ‚Auf die Knie!’ Er wehrt sich und erfasst ein Messer, doch da lassen die Eindringlinge alle Hemmungen fahren und stechen blindlings auf ihn ein. Während er im Todeskampf zu Boden geht, stürmen die 17-Jährigen die Treppe hoch, treffen auf die Ehefrau des Mannes, die sie mit insgesamt 62 Messerstichen töten. Als sie später noch röchelt, sticht Felix sie noch einmal in den Kopf, um sie endgültig zu töten. Der Sohn des Ehepaares entgeht nur knapp dem Blutrausch, weil es ihm gelingt, in Todesangst in seinem Zimmer eingesperrt die Polizei zu benachrichtigen, die das Paar schließlich stellt und zur Aufgabe zwingt. Weder Alkohol, Drogen oder eine psychische Krankheit noch Feindschaft gegenüber den Opfern erklären die Tat; es hätte ebenso beliebige andere im Dorf treffen können.” (172)

  • Nach einer kurzen Skizzierung dieses Geschehens stellt Fuchs zunächst allgemein die Frage nach „dem Bösen”, wobei er sich nicht zuletzt an den „mythischen” Erzählungen in 1. Mose (Genesis) 2 bis 4 (Paradiesstory, Kain und Abel) orientiert, hierbei erörtert er auch verschiedene Ansichten, die „das Böse” naturwissenschaftlich (u. a. soziobiologisch, sozialdarwinistisch, evolutionsbiologisch) erklären wollen (S. 173-186 [1]).
  • Danach erörtert Fuchs den konkreten Fall (S. 186-190 [2]).
  • Abschließend gibt Fuchs einen „Ausblick”, in dem das Verhältnis von „dem Bösen” und der „Freiheit” (S. 190-194 [3]) nochmals präzisiert wird.

Dieser Aufsatz setzt relativ aktuell an und führt diese Aktualität auf psychiatrische und philosophische Grundfragen zurück, die wir hier auch schon im Kontext der Position Fuchs’ besprochen haben. Anhand der kritischen Besprechung dieses Artikels sollen auch Grundstrukturen von Fuchs’ Ansatz und häufig wiederkehrende Argumente deutlich werden. (weiterlesen…)

Die Presseschauen werden ab heute auf einer gesonderten Seite im Blog eingestellt: Presseschauen.

25. Mai 2009

Presseschau

presseschauEin Thema ist der Deutsche Evangelische Kirchentag. Im Mittelpunkt jedoch steht die Wahl des Bundespräsidenten. Dazu ist in der Zeitung DIE WELT zu lesen:

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“Mit der Bestätigung Horst Köhlers ist das ohnehin Erwartete eingetreten. Die Bundesversammlung hat keine Überraschung ausgelöst, geschweige denn ein politisches Erdbeben. Der Amtsinhaber wurde wiedergewählt – und dies im ersten Wahlgang, wenngleich so knapp wie irgend möglich. Dass es eine Wahl im eigentlichen Sinne war, ist das Verdienst Gesine Schwans. Sie jedoch muss zugeben, gar eigene Leute kräftig vergrätzt zu haben. Die SPD hat zwar mit dem erneuten Scheitern der eigenen (weiterlesen…)

24. Mai 2009

Presseschau