22. Mai 2009
Zunächst widmen wir uns den heutigen Feiern zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland in Berlin sowie der morgen anstehenden Wahl des Bundespräsidenten. Darüber hinaus geht es um das Gefangenenlager Guantanamo und den Evangelischen Kirchentag in Bremen.
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Zur Unterzeichnung des Grundgesetzes vor 60 Jahren schreibt die SCHWERINER VOLKSZEITUNG:
“Da war er, der Anfang, dem ein Zauber innewohnte. 13 Tage harte Arbeit. Am Ende 95 Seiten, 149 Artikel, das Fundament für die neue Bundesrepublik – ein absoluter Glücksfall, ein Schatz, der die Erfolgsgeschichte Deutschlands erst möglich gemacht hat. Wiederaufbau, Souveränität, Wirtschaftswunder, europäische und deutsche Einheit, all das wäre ohne diese Verfassung nicht möglich gewesen. Das Grundgesetz gehört weltweit zu den besten Verfassungen und wird bis heute immer wieder als Vorbild herangezogen. Das Jubiläum sollte Anlass zum Feiern sein. (weiterlesen…)
20. Mai 2009
Einen Link zur Internationalen Presseschau finden Sie am Ende der Texte in der Regel spätestens gegen 15 Uhr.
Mit Kommentaren zum jüngsten Verfassungsschutzbericht, zum Apotheken-Urteil des Europäischen Gerichtshofs und zur Debatte über das Gesundheitssystem beim Deutschen Ärztetag in Mainz.
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Zur Vorstellung des Verfassungsschutzberichts 2008 schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
“Gelassenheit ist eine Tugend, da hat Wolfgang Schäuble recht. Und der Bundesinnenminister hat auch recht, wenn er im Kampf gegen Extremisten eben diese Gelassenheit einfordert. Die deutsche Gesellschaft ist in ihrer großen Mehrheit demokratisch gesinnt, sie lässt sich nicht so leicht von Verfassungsfeinden verführen und sie zählt nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs – ja – zu den friedliebendsten Gesellschaften der Welt. (weiterlesen…)
19. Mai 2009
Erinnerung an den 18.05.
Die Sitzung sollte ein wenig der Orientierung bieten, weil verschiedentlich Unsicherheit über den Sinn des Themas „Alltagsphilosophie”, der Übungen und der Thematisierung von Wissenschaften, Ansätzen usf. geäußert wurde.
Dabei ließ sich eine Klärung darüber erreichen, dass seit Ende des 19. Jahrhunderts einige Wissenschaften oder Bereiche von Wissenschaften die Alltagserfahrung zur Täuschung erklären. Wird dieser Ansatz etwa neurophysiologisch radikalisiert, dann ergibt sich eine schwerwiegende Situation:
„Die Doppelstruktur, dass das ontisch-reale Gehirn zwei sich widersprechende Konstrukte generiert, ein alltagswirkliches und ein naturwissenschaftliches, erkannten wir bereits … Einerseits konstruiert das ontisch-reale Gehirn aufgrund eines bestimmten (mir unzugänglichen) Reizes aus der ontischen Realität die Farbwahrnehmung Rot, andererseits entwirft es das naturwissenschaftliche Bild, dass dieser Umweltreiz farblos ist und lediglich aus einer bestimmten (mir zugänglichen, in Nanometern bezifferbaren Frequenz) elektromagnetischer Wellen besteht. “Rot” verhält sich zu “eine elektromagnetische Wellenfrequenz um 700 Nanometer reizt den (wirklichen) visuellen Apparat, Rot wahrzunehmen”, wie “Mein Ich ist Autor des motorischen Tuns” sich verhält zu “Ein ‘readiness potential’ des wirklichen Gehirns setzt mein Tun in Gang”. Je widerspricht das eine Bildkonstrukt dem anderen. (Peter Lampe, Die Wirklichkeit als Bild, 2006, 59)”
Einige Teilnehmer/innen beharrten darauf, dass dies schon immer so gewesen sei, dagegen trete schon eine andere Sichtweise auf. Daher herrschte teils eine aufgehellte Stimmung vor, der Dozent wurde von einigen Teilnehmer/inne/n getröstet, denn eine solche Haltung hatte er im Kurs begünstigen wollen.
Wichtig war die Äußerung von Herrn Siegel-Springer zur Freiheitsthematik, selbst wenn eine Serie von Ereignissen determiniert sei, so genüge doch ein einzelnes Ereignis, um den Determinismus infrage zu stellen.
Warum machen wir Argumentationsübungen, die bestimmte Muster in massenmedialen Erzeugnissen nachzeichnen – und dies mit wissenschaftlichen Argumentationen vergleichen? Sollten diese gerade in ihrer Zerbrechlichkeit, Mehrdeutigkeit einander entsprechen, lässt sich eine scharfe Trennung von alltäglicher Argumentation und wissenschaftlicher Argumentation nicht mehr aufrechterhalten, eine Bedingung der Möglichkeit von Alltagsphilosophie. Letzteres konnte daher in der Argumentationsübung gezeigt werden.
Neue Zahlen über die Armut in Deutschland und die Debatte über die Kosten im Gesundheitswesen sind Gegenstand der Kommentare. Auch die Lage in Sri Lanka nach dem Sieg der Regierungstruppen über die tamilischen Rebellen findet Beachtung.
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Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG geht auf den ‘Armutsatlas für die Bundesrepublik’ ein, den der Paritätische Wohlfahrtsverband vorgelegt hat:
“Der Bericht rüttelt wach. Er macht auf ein Problem aufmerksam, das gern ausgeblendet wird: In einzelnen Gegenden ist mehr als jeder vierte Haushalt arm. In Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise gibt es Regionen, in denen die Armutsquote bis zu 27 Prozent beträgt. Diese Quote aber muss Politiker alarmieren. Statt so viele Milliarden mit der Gießkanne zu verteilen, sollte zumindest ein Teil der staatlichen Hilfen viel gezielter eingesetzt werden. (weiterlesen…)
18. Mai 2009
Mit folgenden Themen: der 60. FDP-Bundesparteitag, die Lage im Inselstaat Sri Lanka und der Ausgang der Parlamentswahlen in Indien.
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Die NÜRNBERGER NACHRICHTEN treibt im Rückblick auf das Parteitreffen der Freien Demokraten in Hannover die Vermutung um:
“Wahrscheinlich würde die FDP selbst bei einem Staatsbankrott unverdrossen fordern, zuvor aber unbedingt die Steuern zu senken: Es sind grob fahrlässige Ankündigungen, die da gemacht werden. Da klingt realistischer, was Ökonomen nun raten: eine weitere Erhöhung der Mehrwertsteuer – ein Ausweg allerdings mit sozialer Schlagseite. Fest steht: Die Staatseinnahmen brechen weg, die Ausgaben steigen. Wer da von Steuersenkungen redet, unterschätzt die Einsicht der Bürger in die Notwendigkeit soliderer Finanzen”, warnen die NÜRNBERGER NACHRICHTEN.
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Beim Blick in die THÜRINGER ALLGEMEINE aus Erfurt lesen wir: (weiterlesen…)
17. Mai 2009
Philosophie befasst sich mit allen Sphären menschlichen Erlebens und Handelns. Ein Blog, der mit diesem Thema befasst ist, sollte daher auch einen täglichen Blick in die massenmediale Wahrnehmung und Interpretation bestimmter Wirklichkeitssphären wie Politik, Wirtschaft und Kultur ermöglichen. Ich werde daher zumindest die täglichen Presseschauen des DLF hier zur Kenntnis und zur Anregung geben. Dort finden Sie auch die direkten Links zu den deutschen und internationalen Zeitungen.
17.05.

Einige Kommentatoren nehmen den Parteitag der FDP zum Anlass für einen Ausblick auf die bevorstehende Bundestagswahl. Weitere Themen: Die Wahlen in Indien und die Entscheidung von US-Präsident Obama zur Weiterführung der Militärtribunale für Guantanamo-Gefangene.
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Die BERLINER MORGENPOST schreibt zur FDP:
“Die Unzufriedenen in der Mittelschicht sind der Nährboden der FDP, nicht wie früher die Besserverdienenden. (weiterlesen…)
Stefan Niggemeier nimmt mit Recht ein SZ-Magazin aufs Korn, in dem sich z. T. verdiente Journalisten wie Kurt Kister loben und die Blogsphäre entsprechend beschimpfen. Witzigerweise hat Niggemeier aber sehr viele Beispiele parat, die an diesem Bild kratzen – sehr lesenswert …
16. Mai 2009
In der amerikanischen Öffentlichkeit hat eine Befragung im Kongress durchaus neue Entwicklungen sichtbar werden lassen, bei der FED fehlen schlicht neun Billionen Dollar. Dies belegt das folgende Video:
watch?v=PXlxBeAvsB8&feature=player_embedded
Ohne hier zu viel zu sagen: Sollte diese Nachricht stimmen, stimmt insgesamt etwas nicht … Es gibt dann ein größeres Problem, als bisher allgemein angenommen, selbst bei KritikerInnen …
Philosophisch, nicht nur ganz allgemein existenziell, dürfte ausschlaggebend sein: Macht es einen Unterschied, ob unser Gehirn die Nachricht konstruiert hat, neun Billionen Dollar fehlten bei der FED, oder ob sie tatsächlich fehlen … Man sieht leicht daran, warum der Radikale Konstruktivismus schon aufgrund der Entwicklungen der letzten beiden Jahrzehnte eine Minderheitenposition geblieben ist. Denn man kann überprüfen, ob die neun Billionen nun fehlen – oder nicht.
Habe gerade einen Artikel in der Zeit zur Kenntnis genommen, Jahr 2008, der es unwahrscheinlich erscheinen lässt, dass Gerhard Roth seine Meinung geändert hat, wie hier im Artikel vom 13.05. erwogen …
15. Mai 2009
Kommentar in Karikaturform zu bestimmten Äußerungen Angela Merkels zur “DDR als Unrechtsstaat”
Lesen Sie auch die Debatte auf einspruch.org, die sich an diese und die entsprechende Äußerung Friedrich Schorlemmers anschloss.