1Kor 11,17ff führt in die Probleme sozialer Schichtung in frühen Gemeinden im Christentum ein. (weiterlesen…)
1Kor 11,17ff führt in die Probleme sozialer Schichtung in frühen Gemeinden im Christentum ein. (weiterlesen…)
Die beiden Texte der Sitzung, 1Kor 1,30 und Gal 2,19f, sollten in das Problem der Bildlichkeit religiöser Texte, auch in grundlegende Aspekte der Religionsstruktur im NT einführen. (weiterlesen…)

Baruch de Spinoza
Nach meiner Wahrnehmung schwankt die Bewertung einiger Teilnehmer/innen des Kurses eher. Es gibt grundsätzliche Zustimmung – aber sind alle Cartesianer? Ist das Buch nicht z. T. etwas weitschweifig? Macht es sich Brodbeck beispielsweise nicht mit „Hegels ‚List der Vernunft‘ nicht zu einfach?“ Ist Brodbeck zu seinen Ungunsten nicht zu polemisch? Vereinfacht Brodbeck mit der Konzentration auf die „Geldrechnung“ als primärer Sozialisationspraxis nicht zu stark? Was ist mit der Sprache? (weiterlesen…)
Die Schichtungspyramide nach Stegemann/Stegemann zeigt, wie die antike Gesellschaft unter schichtungssoziologischen Perspektiven aussehen kann. (weiterlesen…)

Peirce akzeptiert für seinen kleinen Aufsatz den dominanten positivistischen Wissenschaftsbegriff. Demnach können die wissenschaftlichen Forschungen kein Ziel oder Telos sozialer und natürlicheR Prozesse angeben. Das aber sei der gefühlszentrierten Religion möglich. Daher versteht er wissenschaftliche und religiöse Prozesse als komplementär, sie können sich durchaus ergänzen. (weiterlesen…)

Uni Zürich, Prof. Dr. Ernst Fehr, Geldgier
Kapitel 5.1, aber auch das gesamte Kapitel 5 unterstellen, dass die Menschen global im Wesentlichen, wenn auch mit Intensitätsunterschieden, durch dieselbe Leidenschaft bestimmt sind, es handelt sich um die Geldgier. Diese wird durch den sozialen Kontakt mit der „Geldrechnung“, mithin mittels einer konkreten Lebenspraxis bestimmt. Es handelt sich also nicht einfach um eine anthropologische Grundkonstante, sondern diese Leidenschaft und ihre hohe Stellung unter allen Leidenschaften wird durch gesellschaftliche Gewöhnung erzeugt. Sie prägt immer stärker unsere Verhältnisse, die Brodbeck als „Ich-Du-Es-Beziehungen“ charakterisiert. (weiterlesen…)

(Kirchenfenster in Trittenheim an der Mosel, St. Clemens)
In Mt 5,3 werden die „Armen im Geiste“ (ptochoi en pneumati) nicht direkt angesprochen, während die Seligpreisung in Lk 6,20 eine direkte Anrede an die „Armen“ darstellt. Lk 6,24 bietet eine parallele Verfluchung bzw. einen realistischen Weheruf für die Reichen. Diese hätten ihren „Trost“ (paraklesis) schon. Bei Mt scheint das „Glück“ im Wesentlichen zukünftig im Eschaton des „Reichs der Himmel“ zu sein, während den Reichen (plousioi) die ewige Verdammnis zugedacht erscheint. (weiterlesen…)
Wittgenstein kennt keine Letztbegründungen mehr. Weder wissenschaftliche noch ethische oder gar religiöse Letztbegründungen sind logisch-mathematisch möglich. Wittgenstein akzeptiert als Phänomen freilich, dass sich Menschen auf einen für sie einleuchtenden und von ihnen begründbaren ernsthaften Lebensentwurf festlegen. Religiöse Kommunikation verweist auch in modernen Gesellschaften auf eine solche in Anspruch genommene Möglichkeit. (weiterlesen…)

Brodbeck zufolge hat das cartesische Denken nicht zuletzt die Wirtschaftswissenschaften geprägt, er zeigt das nachvollziehbar an Adam Smith und Friedrich A. von Hayek. Ebenso versucht er nachzuweisen, dass man die Pointen der Wissenschaftsphilosophie Karl Poppers und dessen Ethik des (piecemeal) social engeneering besser verstehe, sofern man ihren cartesischen Hintergrund kenne. Nun war Popper mit von Hayek in der Mont Pèlerin Society verbunden, insofern ist das auch im engeren Sinn wirtschaftswissenschaftlich und politisch interessant. Darüber hinaus aber unterstellt Brodbeck, dass Descartes mit seiner Unterscheidung von res extensa (ausgedehnter Substanz) und res cogitans (denkender Substanz) weitgehend „die Moderne“ geprägt habe, sodass man diesem Denkstil praktisch und theoretisch schwerlich entkomme. (weiterlesen…)
Nach Mk 13,9 soll das Handeln jener Frau, die Jesus vor seinem Tod im Voraus zum Begräbnis salbte, stets erinnert werden, sofern das Evangelium in der gesamten Welt verkündigt wird. Die Frau und ihre Handlung gehören sozusagen zum Evangelium hinzu. Diese Handlung ist freilich in der Erzählung ganz klar an den Kode Armut vs. Reichtum gebunden. Sie salbt Jesus für 300 Denare (römische Silbermünze), mindestens ein Jahr Lebensunterhalt für einen Menschen, sicher wenigstens 100 Schafe als Gegenwert. Daher sagen einige der Anwesenden, dass es besser gewesen wäre, das Salböl samt Gefäß zu verkaufen – und es den ganz Armen (ptochoi), nach der Bibel in gerechter Sprache, den Bettelarmen zu geben. Doch Jesus rechtfertigt das Handeln der Frau und teilt mit, dass es nach seinem Tod genug Arme in diesem Sinne gäbe, denen könnten sie auch stets etwas geben. (weiterlesen…)