25. Januar 2011
Die Sitzung war überwiegend damit beschäftigt, ein dramatisches Bild im Mkev zu verstehen. Dieses Bild hat in der abendländischen Geschichte erst seit der Aufklärung an Fahrt gewonnen, seit Geltung nicht mehr von Abstammung und Geschlecht abhängig gemacht werden. Ökonomisch ist hierbei entscheidend, dass 100 Mal das Existenzminimum 50.000 m2 bedeutet. Bei 10.000 Christ/inn/en bedeutet dies etwa die Hälfte des bewirtschafteten Landes Israel. (weiterlesen…)

Die Tradition hat wohl schon sehr lange gesehen, dass Mt 25,31-46 eine Parabelstruktur besitzt. Dies ist auch durch die anderen Parabeln in Mt 25 nahegelegt. (Vgl. zur Sache: Wolfgang Harnisch: Die Gleichniserzählungen Jesu. Eine hermeneutische Einführung, 21990 [UTB 1343]) Danach hat Mt 25,31ff ein tragisches Erzählgerüst, die Erzählung geht negativ aus. Weiter weist sie die übliche Struktur von dramatischer Hauptfigur („Menschensohn“) und antithetischem Zwillingspaar („Schafe“ und „Zicklein“) auf. Die Parabel handelt tatsächlich vom „Großen Weltgericht“), der „Menschensohn“ „kommt“ zu jener Zeit und richtet von seinem Thron aus. (weiterlesen…)
19. Januar 2011

Vgl. den Wikipedia-Artikel zu Jan Assmann
Act 17 stellt einen Höhepunkt der Bildreflexion dar. Natürlich „ergrimmte“ Paulus darüber, als er die vielen Statuen von Göttinnen und Göttern in Athen sah. Freilich geht er darauf positiv ein, wie dies auch in Weisheit Salomos 13 der Fall ist. (weiterlesen…)

Der reiche Mann/Jüngling, Pauluskirche Magdeburg
Dieser Text fordert heraus, nicht nur, weil es zwar bei Gott möglich, ansonsten aber höchst unwahrscheinlich ist, dass Reiche in die Gottesherrschaft eingehen. (weiterlesen…)
12. Januar 2011
Kann man „Sorge“ untersagen? Verhält es sich nicht so wie bei der Liebe im Johev? Hier tritt also wieder das Problem der basalen Leidenschaften auf, die für das frühe Christentum insgesamt grundlegend sind. Woran sollen die Vertrauenden sich orientieren? An den Vögeln unter dem Himmel und den Lilien auf dem Felde. Sie sorgen sich nicht um Kleidung, Essen und Trinken – und doch sorgt der „Vater“ im Himmel für sie. Anders als der reiche Kornbauer besitzen sie keine Scheunen. Natürlich hat dieser sie ganz übermäßig gefüllt … (weiterlesen…)

Antikes Haus nach dem "Spiegel"

Jesus befindet sich im „Haus“ – und wird von seiner Mutter nebst seinen Brüdern/Schwestern in das eigene Haus zurückgerufen. Doch Jesus will nicht nach Hause zurück, sondern erläutert, seine Mutter, seine Brüder und Schwestern befänden sich um ihn herum. Es seien Menschen, welche den „Willen Gottes“ täten. Dieser Text ist derart voraussetzungsvoll, dass man immer noch überrascht sein muss, dass er sowohl in der sozialgeschichtlichen Exegese von Theißen/Merz, Historischer Jesus, 2001, und Stegemann/Stegemann faktisch nicht gewürdigt wird. Ebenso hat die feministische Exegese m. E. den Text gänzlich vernachlässigt, für Gegenbeispiele wäre ich sehr dankbar. (weiterlesen…)