19. Februar 2011
Aristoteles: „Indes gehören zum Glück doch auch die äußeren Güter, wie wir gesagt haben. Denn es ist unmöglich, zum mindesten nicht leicht, durch edle Taten zu glänzen, wenn man über keine Hilfsmittel verfügt. Lässt sich doch vieles nur mithilfe von Freunden, von Geld und politischem Einfluss, also gleichsam durch Werkzeuge, erreichen.“ (Nikomachische Ethik) (weiterlesen…)
9. Februar 2011
Das Thema soll in der VHS Neckargemünd gründlich ausdiskutiert werden (noch vier Plätze frei!).
In der jüngeren, insbesondere durch Gehirnforscher wie Wolf Singer u. a. ist dieses Thema, das mehrere Tausend Jahre kontrovers disktutiert wird, neu aufgenommen – und negativ beantwortet worden. Nun seien es die neuronalen Netzwerke im Gehirn, welche die Rede vom „freien Willen“ als absurd erscheinen ließen. Wir schauen uns die Debatte seit Aristoteles an. Da in der letzten Sitzung des letzten Kurses eine wohl von den Verkehrsbetrieben in Heidelberg und Umgebung unbewältigbare Situation entstanden war, widmen wir uns am 21.04. noch einmal dem letzten Kapitel von Karl-Heinz Brodbecks „Die Herrschaft des Geldes“. (weiterlesen…)
8. Februar 2011
Ich bedanke mich sehr für die angeregte Diskussion zu Mt 6,25ff. Zum Energiekonzept der Bundesregierung vgl. hier. Es lässt sich zeigen, dass die neutestamentliche Kritik am Reichtum nicht bedeutet, dass eine gewinnorientierte Wirtschaft schlicht abgelehnt wird. Dazu nahmen wir Grundgedanken des St. Galler-Modells zur Kenntnis. (weiterlesen…)
2. Februar 2011
Der Text gehört zu den wichtigsten Texten des NT. Er kann nur zusammen mit dem folgenden Text 6,25ff verstanden werden. Dies geschieht am 08.02. Weil die Pointe von 6,19-24 gilt, soll man sich nicht sorgen. Die beiden restlichen Texte (Mt 5,38-42; Apostelgeschichte 2,37-44) werden am Samstag, dem 12.02. ab 10 Uhr in Raum S1/02/330 besprochen, dazu der Text von Brodbeck).
In der Sitzung besprachen wir vom Text vor allem die religionsgeschichtliche Pointe, die Seh- bzw. Lichtproblematik und die Frage des sogenannten „Mammons“. Es könnte hier sein, dass dieses wohl aramäische Wort einfach nur „Besitz, Vermögen“ bedeutet. Es bleibt aber weiter erwägenswert, ob es sich nicht um den Namen einer phönizischen oder kanaanäischen Gottheit handelt. Denn gemeint ist offenbar die Akzeptanz einer anderen Gottheit als den einen und einzigen Gott. Entscheidend ist, dass der „Mammon“ als eine Macht verstanden wird, an die man sein Herz hängen kann (vgl. jedenfalls auch Luk 6,9-13, wo es um den sogenannten „ungerechten“ Mammon geht).
M. E. ist es wichtig, das Relationenkonzept zu verstehen, das der „Bergpredigt“ hier zugrunde liegt. Bildlich dargestellt sieht es wohl so aus:

Der orangene Hintergrund symbolisiert die Schöpfung, an der man seit Weisheit Salomos 13 Gott erkennen kann, zumindest hypothetisch-abduktiv. Dies wird existenziell-praktisch zu bewähren versucht. (weiterlesen…)