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Alltag und Philosophie - Im Alltag liegt die Weisheit verborgen …


30. März 2011

Das freie Spiel des dialogischen Selbstverhältnisses der Person. Der Ansatz von Thomas Fuchs

 

1               Erinnerung an den 28.03. (Vhs Neckargemünd)

Hauptthema war der Text von Wolf Singer: „Verschaltungen legen uns fest: Wir sollten aufhören, von Freiheit zu sprechen“. Ist dieser Text nicht mechanistisch zu interpretieren, spricht Singer doch von „Freiheit“? Wurde seitens des Dozenten Singers Text eine unfaire Interpretation zugemutet? Ist es möglicherweise ein Hinweis auf eine derartige Fehlinterpretation, dass Singer vielleicht gar nicht den Titel selbst gewählt hat? (weiterlesen…)

28. März 2011

Die arme Witwe (EfG Griesheim)

Die arme Witwe (Michelhausen, Österreich)
Liebe Gemeinde,

 

heute Nacht hat die Sommerzeit begonnen, es wird also jetzt wieder heller, allmählich wird in unserer Weltgegend der größere Teil des Tages wieder hell. Nach dem langen Winter ist jetzt überall der Frühling sichtbar, das Osterfest ist in diesem Jahr recht spät. So befinden wir uns in der Passionszeit von Zeichen des keimenden Lebens umgeben, wir werden von zunehmender Helle beglückt. Die Kinder spielen wieder öfter draußen, mein Sohn spielt wieder auf dem Rasenplatz Fußball.

Sofern man auf die Weltereignisse aufmerksam ist, erleben wir allerdings eine Ambivalenz. Die UNO geht in Libyen ihrer Aufgabe nach, indem sie einen Herrscher bekämpft, der sein eigenes Volk bedroht. Dies ist nur möglich, indem vielfach Leben vernichtet wird. Aus Japan wird uns der sichtbare Beweis geliefert, dass man nicht für die Menschenrechte sein kann – und gleichzeitig Kernkraftwerke betreiben kann. (weiterlesen…)

22. März 2011

Zurück zur gesellschaftlichen Dominanz des Mechanismus (VHs Neckargemünd)!

1               Erinnerung an den 21.03.2011

Der freie Wille wird bei den Pragmatisten im Rahmen der Demokratie und der Menschenrechte betrachtet, Mechanismen werden als Teil der Realität nicht geleugnet, aber weder das Universum noch die Gesellschaft sind Maschinen. Tatsächlich sind alle möglichen Beziehungen zu den beiden Nervensystemen, zu „I“ und „Me“ und zu den zukünftigen Folgen meiner Willenshandlungen zu betrachten. Sind die Widerstände auf den jeweiligen Ebenen zu groß, besteht eben kein freier Wille. Dieser zeigt sich stets öffentlich und körperlich, wo für das Individuum auch entsprechende Widerstandsphänomene auftreten. (weiterlesen…)

16. März 2011

Philosophie in der Demokratie – der “freie” Wille ist im Pragmatismus eher unproblematisch

Erinnerung an den 14.03.2011

Die kantische Position rechnet mir der empirischen Gültigkeit des Mechanismus, welcher zugleich ein Determinismus ist – nach Kants Kategorienlehre ist dies auch gar nicht anders möglich, weil keine Kategorie wirklich überzeugend auf Spontaneität o. Ä. hinweist. Der Widerstand im empirischen Bereich geht also gegen 100 %, mithin gibt es keine Freiheit. Allerdings müssen wir uns „zum Behufe“ der praktischen Vernunft als frei denken – und in diesem Sinn gibt es auf der transzendentalen Ebene Freiheit, freier Wille, Selbstbestimmung, Selbstgesetzgebung. Wir entwerfen das Sittengesetz und den kategorischen Imperativ selbst, sofern wir uns als transzendental freie Wesen richtig verstehen. Weil wir das nicht empirisch-mechanistisch bestätigen können, wird gerade das richtige autonome Selbstverständnis und Selbstverhältnis entworfen. Ansonsten wären wir nicht autonom, sondern als Maschine aktiv. (weiterlesen…)

Alles anders als angenommen

Atombusen der Bundeskanzlerin

Atombusen der Bundeskanzlerin

Die Bundeskanzlerin hat am Montag im Bundeskanzleramt in der Gegenwart des Vizekanzlers zwar eine in der Sache weitgehend abwegige Erklärung abgegeben, für den aufmerksamen Beobachter gab es aber kleinere Nebenbemerkungen und Gesichtsbewegungen, die aufhorchen bzw. aufmerken ließen. (weiterlesen…)

11. März 2011

Der “Alleszermalmer” Kant hatte eine konstruktive Idee

1               Erinnerung an die letzte Sitzung

Nach meiner Überzeugung hat die aristotelische Auffassung des Willens, die in ein umfassendes Ethikkonzept, das auch gesellschaftstheoretisch argumentiert, eingebettet ist, einen der wesentlichen Beiträge auch zum „freien“ Willen erbracht. Die Einschränkungen des freien Willens liegen vor allem in emotionalen, sozialen und biotischen Zwängen, die mehr oder weniger unüberwindbare Widerstände zu sein scheinen. Die Ethik des Aristoteles ist eine Güterethik, Tugenden und Pflichten sind dieser zugeordnet, sie erläutern, wie ein Gut erbracht wird.

Insofern lässt sich die Auffassung des Aristoteles so fassen:

 

„Ich will, dass in Zukunft mein Ziel der Fall ist.“ (weiterlesen…)

5. März 2011

Aristoteles (Vhs Neckargemünd [07.03.2011])

Aristoteles hat mit den Stoikern, deren Philosophie noch in seiner Zeit begann, die Grundlage für den abendländischen Diskurs über den „freien Willen“ gelegt. Wir sahen in der ersten Sitzung zum Thema vom 28.02., dass die Rätsel ziemlich überschaubar sind. Es lässt sich relativ leicht feststellen, dass die Probleme des „freien Willens“ dann auftreten, wenn der Widerstand zu groß scheint, den wir überwinden müssen. Denn „Wille“ ist dadurch bestimmt, dass jemand etwas will, was prinzipiell in der Zukunft liegt. Das kann rein instinktgesteuert sein, wie Hunger und Sex, aber auch ein Ziel betreffen, das wir erreichen möchten. Weder instinktgesteuerte noch gewählte Ziele unseres Wollens können ohne Hindernisse oder Widerstände erreicht werden. (weiterlesen…)