12. April 2012
9. April 2012
3. April 2012
1 Erinnerung an die letzte Sitzung
Die Ethik Schleiermachers ist im Kontext der Stein-Hardenbergschen Reformen in Preußen entworfen. Schleiermacher nimmt die Leistung der „Alten“, insbesondere Aristoteles’ auf – und orientiert sie stärker prozessorientiert um. Jede einzelne Person und jedes gewählte „Gut“ sind im „Werden“, wie Schleiermacher oft schreibt. Er ist m. E. der bedeutendste Bildungstheoretiker vor John Dewey, neben den sich hoffentlich demokratisierenden Staat tritt demzufolge ein entsprechendes Wissenschaftssystem, das zur freien Entfaltung der einzelnen Persönlichkeit möglichst viele Voraussetzungen schaffen soll. Dieser Ansatz ist dynamisch – er hat langfristig über entsprechende Bildungsprozesse gewirkt, natürlich gab es viele Gegenentwürfe und Widerstände.
Die Debatte drehte sich darum, wie dies zu verstehen sei, auch welche Probleme dies aufwerfe. Der Dozent betonte den die Individuen aktivierenden und ermutigenden Charakter der Ethik Schleiermachers. Sie sollen zu aktiven Bürger/inne/n werden und z. B. das „Gut“ Staat so gestalten, dass es ihren individuellen und sozialen Vorstellungen entspricht. Das setzt Kommunikation als zentralen Aspekt von Schleiermachers Ethik voraus. Es geht um die Einbeziehung möglichst aller, jedenfalls aber der meisten Menschen. Damit stellt sich Schleiermacher natürlich das Problem der Fremdheit, welches das Problem der schwierigen Verständigungsprozesse verschiedener Menschen, die aber mit gleichen Rechten ausgestattet sind, beschert. Es zeichnen sich mithin die Umrisse bestimmter Fragestellungen der „Diskursethik“ ab. Bei Schleiermacher ist diese Frage aber eindeutig verschärft. Es gibt keine rationale Grundstruktur aller Sprachen, sondern sie sind „irrational gegeneinander“ – eine Position, die sich dann auch in den 1970er Jahren vor dem Hintergrund des Neostrukturalismus deutlich bemerkbar machte.
2 Die „Diskursethik“
Die wesentlichen Punkte der „Diskursethik“ sind in dem gleichnamigen Wikipedia-Artikel dargestellt. Bei Karl-Otto Apel und Jürgen Habermas ist aber sozusagen die gegenläufige Intention zu der nüchternen Einsicht des Übersetzers und Hermeneutikers Schleiermacher leitend. Die Sprache verbindet uns – und die Sprachen verbinden uns auch in Europa, mit den USA und Südamerika, mit Asien und Afrika … Während Apel eine eher neukantianische oder kantianische Position sprachphilosophisch zu reformulieren versuchte, ist Habermas eher Hegel und dem frühen Marx zugetan. Beide Frankfurter bezogen sich auf Äußerungen des frühen Peirce, der vertreten haben soll, dass man sich in der wissenschaftlichen Gemeinschaft durch gemeinsames Forschen bei entsprechender Kooperation, Aufrichtigkeit, geeigneten Verfahren usf. in the long run der Wahrheit annähere, weil die Tatsachen dann so offen lägen, dass bei sorgfältiger Betrachtung die gesamte Forschergemeinschaft zustimmen könne. Sicher gestehen beide deutschen Autoren zu, dass der Amerikaner Charles Peirce dies gewiss als „regulative Idee“ angesehen habe, welche den Forschungsprozess bestimme – und nicht zuletzt motiviere. Und beide Autoren glauben, dass man dieses von ihnen vermutete Modell Peirce’ der Forschergemeinschaft auf alle sozialen Systeme übertragen könne.
Der Vorzug der „Diskursethik“ Apels und Habermas’ besteht zweifellos darin, dass sie explizit in den Ethik-Diskurs eine Selbstverständlichkeit eingeführt bzw. wieder daran erinnert haben,
- dass sich ethische Überzeugungen im Diskurs herausbilden. (weiterlesen…)
22. Februar 2012
12. Februar 2012
Einige Menschen brachten Kinder zu Jesus,
damit er sie anrühre.
Die Schüler aber fuhren sie an.
14 Als dies aber Jesus sah,
wurde er unwillig
und sprach zu ihnen:
„Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht;
denn ihnen gehört das Reich Gottes.
15 Wahrlich, ich sage euch:
Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.“
16 Und er herzte die Kinder
und legte die Hände auf sie
und segnete sie.
Liebe Gemeinde,
heute ist das berühmte „Kinderevangelium“ Text der Predigt. Jesus und die Schüler/innen sind auf dem Weg nach Jerusalem, der abschließenden Station von Leiden und Sterben Christi – aber auch seiner Auferstehung. Sie sind also wie wir unterwegs zur Karwoche. Das ist noch ein bisschen fern, immerhin hat Jesus es angekündigt, schon zwei Mal. Es geht also darauf zu, obgleich wir uns dessen nach dem Kirchenjahr genauer bewusst werden, wenn Karneval vorüber ist – und die Fastenzeit beginnt, also in 11 Tagen. Es ist daher noch ein bisschen Zeit. Auch unsere Erzählung, das Kinderevangelium, unterbricht diesen Weg – und führt zur Nachdenklichkeit. Die Schüler scheinen unbedingt nach Jerusalem eilen zu wollen. Sie „fahren“, wie Luther übersetzt, diejenigen Menschen „an“, die Kinder zum nach Jerusalem ziehenden Jesus bringen. Aus deren Sicht soll er sie anrühren, also er soll ihnen eine Segensgeste zu Teil werden lassen – und so schließt unsere Geschichte auch, er umarmt sie, legt seine Hände auf sie – und segnet sie. Dieses Bild Jesu, der die Kinder liebt, ist anrührend.
Der Ärger der Schüler ist für Erwachsene nicht unbedingt untypisch. Es gibt religiös Wichtigeres, als Kinder zu segnen. Immerhin geht es jetzt nach Jerusalem, wo sich das Schicksal der kleinen Gruppe um Jesus entscheiden wird, dort im religiösen Zentrum des priesterlich bestimmten Judentums. Mit den Priestern sind die Schriftgelehrten und Pharisäer eine Koalition eingegangen. Kann Jesus, können seine Schüler dort bestehen?
Die Kinder, was sollen sie uns dabei? Sie halten uns nur auf! Das findet Jesus nicht gut – Zeit für Kinder hat er:
14 Als dies aber Jesus sah,
wurde er unwillig
und sprach zu ihnen:
„Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht;
denn ihnen gehört das Reich Gottes.“
Mir hat einmal ein Vikar, ein angehender Pfarrer der Kurhessischen Kirche erzählt, dass er diesen Spruch teilweise gegenüber seinem Ausbildungspfarrer in der Marburger Elisabethkirche zitiert hatte. Der Pfarrer konnte es nicht ertragen, dass der hochkirchliche Gottesdienst durch Kinderlärm gestört wurde.
„Lasst die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht“. – so der Vikar …
Der Pfarrer soll entgegnet haben: „Ja, aber ich bin nicht der Herr Jesus!“
Jesus wird so etwas gesagt haben, aber für den normalen kirchlichen oder gemeindlichen Vollzug hat das keine Bedeutung. Kinder machen nun mal Lärm – und die geistliche Konzentration Erwachsener wird dadurch gestört. Und natürlich nimmt die Konzentrationsfähigkeit über längere Zeit bei Kindern sicher erst mit dem achten oder neunten Lebensalter zu.
Die eigentliche Begründung Jesu ist aber tiefsinniger und relativ provokativ:
„Denn ihnen gehört das Reich Gottes.“
In manchen Gegenden und religiösen Gemeinden wäre gewiss die Frage zu hören: Wusste Jesus, dass die schon getauft waren? Wie kann er sonst sagen, dass ihnen das Reich Gottes gehört? Meine Schwiegermutter war erst dann religiös beruhigt, als mein Sohn Adrian und meine Tochter Hannah in Wieblingen in einer dortigen Kapelle getauft wurden, Adrian war da schon sechs Jahre alt – und er war vorher nicht getauft. Wenn ihm etwas passiert, dann geht er doch verloren! Jesus denkt da ganz anders: Nein, die Kinder sind nicht getauft: „Ihnen gehört das Reich Gottes!“ Das ist also offenbar eine ganz andere religiöse und theologische Logik als sie manche fromme Erwachsenen haben.
Unser Text, liebe Gemeinde, ist also nicht nur ein Text, in dem Kinder in den Mittelpunkt rücken. Es geht vor allem um die Erwachsenen, ihre Lebensweisen, ihre Erwartungen und Festlegungen. Wenn man die Kinder- und Jugendzeit hinter sich gelassen hat, dann beginnt der Ernst des Lebens. Und man wird auch ernst genommen. So auch der alte Spruch: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir!“ Gemeint ist das Berufsleben der Erwachsenen. Jesus geht aber mit seiner Abwendung vom normalen Lebenslauf noch einen Schritt weiter:
15 „Wahrlich, ich sage euch:
Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.“
Die Kinder sind also vorbildlich bereit zu empfangen. Offenbar gehört das Reich Gottes zu den sanften Zügen der Wirklichkeit – und die Kinder sind bereit, es zu empfangen. Man muss also bereit sein, Sanftes zu empfangen. Es geht mithin nicht darum, sich beständig anzustrengen, um in das Reich Gottes zu kommen. Man muss daher nicht gegen sich selbst und andere ankämpfen, kein Konkurrenzkampf und keine sportlichen religiösen Höchstleistungen! Empfangen wie ein Kind ist angesagt.
Die Kinder empfangen dann alsbald die Zuwendung Jesu, der sie umarmt und segnet. Daran sehen die Schüler, wie das Bereitsein zum Empfangen funktioniert, sich der Zuwendung Jesu, dem Umarmtwerden zu öffnen.
Das gehört zusammen:
- dass das Reich Gottes zu den sanften Zügen in der Wirklichkeit gehört, wie sich dann im Umarmen, im „Herzen“ der Kinder zeigt – und
- dass man sich den sanften Zügen empfangend öffnet, wie Kinder es tun.
Der Text ist für Erwachsene eine Herausforderung. Damit ist nicht gemeint, dass wir die unterschiedlichen Aufmerksamkeitsleistungen und Verstehensleistungen, aber auch Kommunikationsstile von Kindern und Erwachsenen missachten sollen. Es ist sinnvoll, die Kinder in den Kindergottesdienst zu schicken. Dennoch fordert Jesus die Erwachsenen auf, in einem Punkt so zu werden, wie es Kinder sind. Das Reich Gottes kann nur empfangen, wer es wie ein Kind empfängt. Und den Kindern gehört das Reich Gottes …
Das ist also ein Text der Erwachsenenpädagogik: Liebe Erwachsene, empfangt wie die Kinder das Reich Gottes, nur so kommt ihr hinein! Wenn Theolog/inn/en was zu diesem Spruch zu sagen haben, dann versuchen sie, eine Unterscheidung zu treffen, es gebe einen zu beachtenden kindlichen Glauben, aber bitte keinen kindischen! Das ist eine ganz schöne rhetorische Figur, einen kindlichen Glauben ja, aber keinen kindischen! Ein kindlicher Glaube steht für das tiefe Vertrauen, das man Jesus und Gott entgegenbringt. Kindisches Vertrauen ist etwa, dass man Gott als meistens lieben Opa sieht, der einen Rauschebart trägt. Immerhin wird an den Kindern also eine Fähigkeit bemerkt, die vielen Erwachsenen abgeht, spontanes Vertrauen und eine entsprechende Offenheit. Die Erwachsenen sind solange mit dem Ernst des Lebens konfrontiert, dass ihnen diese Verhaltensweisen eher unvertraut geworden sind. Vorsicht ist angesagt. Überhaupt haben wir wenig Zeit, so können wir die eiligen Schüler ganz gut verstehen, die auf dem Weg nach Jerusalem keinen Zeitaufschub möchten. Jesus nimmt sich aber die Zeit, umarmt bzw. „herzt“ die Kinder und segnet sie. Er hat Zeit für die Kinder. Die Kinder wollen geliebt, umarmt und gesegnet werden. Also nimmt sich Jesus Zeit für die Kinder. Und er tut dies. Sie empfangen dies ganz schlicht und dadurch werden sie sprechende Kinder, die zu den Schülern sprechen:
„Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind,
der wird nicht hineinkommen.“
Jesus wendet sich den Kindern ganz sanft zu. Das zeigt die sanften Züge der Wirklichkeit, welche die Kinder empfangen. Die Schüler können an der Szene verstehen, dass die Kinder dasjenige empfangen, was sanft ist an der Wirklichkeit. Daher gehört ihnen auch das Reich Gottes.
Ich denke, dass dieser Text auf dem Weg nach Jerusalem noch einmal klarlegen soll, von welcher Art die christliche Religion ist. Die Eile der Schüler wird unterbrochen, Jesus gewährt eine Zeit der Liebe für die Kinder. Die sanften Züge der Wirklichkeit können sich nur entfalten, wenn man ihnen Zeit gibt und lässt. Dieser Zugang zur Liebe soll ganz anstrengungslos sein. Jesus wird „unwillig“, als die Schüler diese Zeit verhindern wollen.
Wir haben in der Schriftlesung gehört, dass schon in Psalm 8 den Kindern eine Sonderrolle zugeschrieben wird:
„Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge / hast du eine Macht errichtet um deiner Feinde willen, dass du vertilgest den Feind und den Rachgierigen.“
Das ist die Logik Gottes, er setzt auf diese Fähigkeit der Kinder, das Reich Gottes zu empfangen – und sie loben ihn. In diesem Lob besteht seine Macht, es findet sich ein ähnlich anstrengungsloses und anrührendes Bild in Psalm 8 wie in Mk 10. Das Christentum ist oft grob missverstanden worden, man müsse alle möglichen Gesetze und sittlichen Gebote erfüllen, mindestens das apostolische Bekenntnis glauben oder wie die Buddhisten sich meditierend aus der Welt entfernen, wie es im christlichen Mönchtum seit Ende des zweiten Jahrhunderts d. Z. der Fall war. Auf diesen Wegen werden der Glaube und das Vertrauen in eine beherrschbare Methode verwandelt. Es ist eine nachvollziehbare Methode der Erwachsenen. Wer wäre von der freundlichen Unterscheidung von kindlichem und kindischem Glauben ganz frei?
Das Risiko dieser Logik Gottes ist aber, dass die Mächtigen und Rachgierigen sich durchsetzen und über diejenigen spotten und triumphieren, welche das Reich Gottes wie die Kinder empfangen. Das ist also unsere Aufgabe:
- wie die Kinder zu werden und wie sie das Reich Gottes zu empfangen;
- und dadurch die sanften Züge in der Wirklichkeit zu verstärken.
Nur durch Sanftheit und Liebe ändert sich das gesamte Leben – so die Botschaft der Kinder und dieses Textes!
31. Januar 2012
Unser Thema ist im ersten Punkt nicht zuletzt aufgrund der stoischen Philosophie innerhalb des NT identifizierbar (Act 17). Dort wird auch unterstellt, alles sei in Gott, was als Panentheismus bezeichnet werden kann. Gemeint ist, dass an allem Seiendes etwas ist, das als göttlich bezeichnet werden kann oder auf das Göttliche bezogen ist, wobei dieses nicht scharf vom „Weltlichen“ unterschieden scheint – was zur Frage provozierte, ob das Weltliche in Gott untergehe. So scheint es beim prozessorientierten Pantheismus des Paulus der Fall zu sein (1Kor 15,28). In der Pantheismus-Debatte wird in der Regel die Transzendenz Gottes beachtet (natura naturans bzw. natura naturata, Spinoza). Das lässt sich aber nicht räumlich ausdrücken, vielleicht aber prozessual-zeitlich (Paulus). Die Pantheismus-Debatte beachtet, dass man Gott nicht mittels einer carpenter theory ernsthaft denken kann (Herbert Spencer).
Das Problem der Bildlichkeit des Redens von Gott ist also nicht nebensächlich. Wir haben uns daher auch mit der biblischen Debatte dieses Themas befasst (besonders Gen 1,26f und Gen 20,1ff). Gemeint ist offenbar kein abolutes Bilderverbot, sonst hätte Gott kein Bild von sich. Wohl aber wird unterstellt, dass man von Gott kosmomorph redet, diese bildlichen Bezeichnungsweisen dürfen aber nicht als Gott verehrt werden.
24. Januar 2012
1 Maturana und Dawkins
Maturanas biologischer Entwurf ist stark von Jakob Johann von Uexküll beinflusst, einer spätromantischen nicht-darwinistischen Form der Biosemiotik. Die darwinistische Biologie wird auf eine dramatische ökologische Ausnahme-Situation zurückgeführt, die an die ökonomischen Annahmen von Malthus erinnert, dass ein bestimmtes Bevölkerungswachstum ökonomisch nicht mehr ernährt werden könne – der ökonomische Hintergrund der Evolutionstheorie Darwins. Es ist auch der Hintergrund des Wettbewerbsmodells – und des Modells der natural selection. Demgegenüber unterstellt Maturana, dass Lebewesen gewöhnlich kooperativ interagieren, sogar von Liebe ist die Rede. Das entgegengesetzte Modell wird von Dawkins vertreten, wobei er im Unterschied zu Maturana unterstellt, dass der biotische Hintergrund der egoistischen Gene auch das Problem des Scheiterns hoher ethischer Ansprüche erläutere. Obgleich die Lebewesen, auch die Menschen „Maschinen“ seien, hält Dawkins dies nicht für völlig unkorrigerbar, wenn auch für unwahrscheinlich, weil bislang für historisch nicht belegt.
2 Aufgaben zum 31.01.
Zum Pantheismus-Problem lesen Sie bitte 1Kor 8,1-6; 15,20-28 und Apostelgeschichte 17,16-34; Mt 5,43-48!
Zum Bilderproblem in der Bibel lesen Sie bitte 1. Mose 1,26f! Vgl. Sie dies mit 2. Mose 20,1-5!
Vgl. Sie dies mit Xenophanes: „Wenn die Pferde Götter hätten, sähen sie wie Pferde aus!“
3 Vertiefung der Genfrage (Samstag, 04.02.; 10-16 Uhr [330])
Vgl. Sie hierzu den Text von Paul und die eingestellten Links zu meinen Beiträgen!
10. Januar 2012
29. November 2011
Die Sitzung befasste sich mit der Grenze des Menschen, dem Tod – und der Überwindung dieser Grenze, die durch die Teilhabe am „Glanz“, der „Herrlichkeit“ möglich ist. Der Mensch wird im Kontext aller Geschöpfe lokalisiert (vgl. Röm 8), wobei das ausschlaggebende Argument aus der Pflanzenwelt kommt („Same“) – und entsprechend ein Prozessargument darstellt. Es wurde schnell erkannt, das es um einen Verwandlungsprozess geht, der an Christus hängt. Zu unserer biologischen Debatte vgl. auch http://alltagundphilosophie.com/2009/11/14/der-beitrag-von-bauer-2008-zu-einer-nachdarwinistischen-biologie/. Natürlich heißt „Auferstehung“ immer auch Auferstehung zum Gericht, sodass hier völlige Klarheit herrscht. Das gute Leben ist also nicht Voraussetzung der Auferstehung.
Es gibt zwei Voraussetzungen:
(1) Die Kontinuität der Schöpfermacht Gottes
(2) Die Neukonstituierung des Glanzes durch Christus.
Statische Argumente sind hier ganz unzureichend. Es ist die reale Möglichkeit unterstellt, im Kontext Christi zu leben. Paulinisch ist von hier aus alles zu entfalten.