14. Februar 2010
Themen von Wirtschaft und Ethik, VHS Neckargemünd
(1) Kennenlernen, Plan, vier grundlegende Texte (Charles Peirce, Alfred Russel Wallace, Karl Homann, Peter Ulrich) – 15.03.2010
(2) Adam Smith und Friedrich von Hayek – 29.03.2010
(3) Karl Marx – 12.04.2010
(4) Nikolai Kondratjew – 19.04.2010
(5) John Maynard Keynes – 26.04.2010
(6) Kritikpunkt: Alfred Russel Wallace und Hans-Christoph Binswanger – 03.05.2010
(7) Karl Homann – 10.05.2010
(8) Die St. Galler Schule, Ulrich, Ruegg-Sturm I – 17.05.2010
(9) Die St. Galler Schule, Ulrich, Ruegg-Sturm II – 31.05.2010
(10) Abschluss – 07.06.2010
Die Texte, die ich verfasse, stehen Ihnen stets eine Woche vor jeder Sitzung hier im Blog zur Verfügung. Empfehlenswert zur begleitenden und vertiefenden Lektüre sind Peter Ulrich, Integrative Wirtschaftsethik, 2000 und mehrere neue Auflagen; Karl-Heinz Brodbeck, Die Herrschaft des Geldes, 2009.
In jeder Sitzung bitte ich Sie in den letzten fünf Minuten, die Sitzung mittels eines Fragebogens zu bewerten.

- Grafik 1: Ruegg-Stürm 2003, 22 Abb. 2
Wegen beruflicher Belastungen müssen die angekündigten philosophischen Vorträge im März 2010 entfallen.
Neue Termine:
08. Mai 2010 – Grundzüge von Thomas Fuchs, Ort: Sandgasse 13, 69207 Sandhausen, 14.30 bis 19 Uhr, einschließlich kleinem geselligen Beisammensein. Kosten: 15 € pro Person.
12. Juni 2010 – Grundzüge von Jesper Hoffmeyers biosemiotischen Ansatz, alles andere wie am 08. Mai 2010
3. Oktober 2009
Empfehle folgenden Aufruf zu unterschreiben, der von Politiker/inne/n, Gewerkschaftler/inne/n und Wissenschaftler/inne/n unterstützt wird. Hoffnungsvoll stimmt, dass hier politische, wissenschaftliche und religiöse Initiativen zusammenarbeiten, um eine an den Grenzen unserer Verfassung angesiedelte Praxis der Behörden zu beenden. Gefordert wird zunächst nur die z. T. moralisch anstößige Anwendung des § 31 des Sozialgesetzbuches II auszusetzen.
Am 05.10. beginnt in Neckargemünd im Prinz-Karl-Gebäude um 19.30 Uhr der neue philosophische Kurs in der VHs.
Den Text zur ersten Sitzung finden Sie hier.

Martin Pöttner •

08:49 •
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28. August 2009
Im Moment führe ich mit dem Philosophiekreis Heidelberg eine Camus-Lektüre durch („Der Mythos des Sisyphos“, 112009). Hier geht es um das Absurde angesichts der Determination des Menschen, ist das aktuell, von vorgestern – oder hat es etwas mit jüngeren Debatten etwa im neurobiologischen Bereich zu tun?
Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde in Darmstadt-Griesheim veranstaltet am 05.09. und 06.09. eine Tagung zum Thema „Evangelien und Rhetorik“, die ich leite. Hierbei geht es um eine den Entstehungsumständen angemessene Rezeption der Evangelientexte der christlichen Bibel, die eine nichtdogmatische Lektüre im gegenwärtigen Lebensvollzug erlauben. Historisch-semiotische und religions-philosophische Überlegungen können dazu positiv beitragen.
27. Juni 2009
Semesterende, Prüfungen, eine intensive Übersetzung, dazu neue Lektüren, abweichende, überraschende eigene Lebenserfahrungen haben bei mir eine gewisse Nachdenklichkeitsphase eingeleitet. Vor Ende Juli erwarten Sie bitte keine längeren Beiträge von mir – dann werde ich die angekündigten Beiträge zu Fuchs, Brodbeck und Binswanger hier einstellen.
Da der Kurs zur “Alltagsphilosophie” (vgl. die entsprechenden Bildungsmaterialien) eine Reihe von Gegeneinwänden gegen die von mir angedachte Philosophiekonzeption vorgetragen hat, muss ich noch einmal ruhig und gelassen nachdenken. Vielleicht liest auch der eine Leser oder die andere Leserin sich ein – und äußert sich hier dazu oder schreibt mir eine E-Mail: kontakt@alltagundphilosophie.com. Über Kritiken und kritische Anregungen freue ich mich sehr.
In den angekündigten Beiträgen gehe ich explizit oder implizit auf meine Erwägungen und die möglichen bzw. tatsächlichen Gegeneinwände ein.
Im Motto des Blogs ist meine These enthalten: Bei einer besonnenen Betrachtung unseres alltäglichen Erlebens und Handelns, unserer beruflichen Tätigkeit, unserer Glückserfahrungen, unseres Scheiterns, auch der Erfolglosigkeit bei der Verfolgung von Zielen und Wünschen stoßen wir auf die allgemeinen Strukturen unserer Erfahrung und der Wirklichkeit als ganzer, sofern sie von uns erfahren werden kann. Dabei stoßen wir nicht auf etwas, das unveränderlich das Wesen/die Essenz o. Ä. der Wirklichkeit ausmacht, sondern auf Ereignisse, Prozesse, Geschehnisse, zu denen wir mit unseren Ereignissen, Beziehungen, Prozessen, dem kontinuierlichen Strom unseres Bewusstseins usf. gehören. Die Weisheit (σοφία, sofia) schlägt keine abschließenden Lösungen für komplexe Probleme vor – aber sie unterstellt, dass in unseren alltäglichen kritischen Gesprächen ein Potenzial für ihre Lösung liegt, die wir gemeinsam im Handeln zu erreichen versuchen sollten.
26. Mai 2009
Die Presseschauen werden ab heute auf einer gesonderten Seite im Blog eingestellt: Presseschauen.
22. Mai 2009
In den folgenden Wochen werde ich hier im Blog mehrere Arbeiten von Thomas Fuchs besprechen.
Fuchs ist Psychiater an der Universitätsklinik Heidelberg und arbeitet an einer phänomenologischen Auffassung von Psychopathologie und Psychotherapie. Er ist als einer der schärfsten Kritiker der neueren Gehirnforschung hervorgetreten. Fuchs schreibt sensibel, kann sarkastisch-ironisch sein und pointiert scharf. In den folgenden beiden Monaten werden hier seine Bücher “Das Gehirn ein Beziehungsorgan” und “Leib und Lebenswelt” besprochen.
Dabei werden nicht vordergründige Polemiken interessieren. Es steht hier natürlich der philosophische Ansatz im Fokus, inwieweit eine phänomenologische Fragestellung beispielsweise in der Auffassung von Wahrnehmung unsere lebensweltliche Erfahrung rechtfertigen kann, obwohl diese durch manche naturwissenschaftlichen Auffassungen infrage gestellt erscheint. Fuchs steht einer Reihe von Entwicklungen der Lebenswissenschaften äußerst skeptisch, fast schon resignativ gegenüber. Wir werden fragen, ob dies plausibel ist, ob es hierzu vielleicht Alternativen gibt.
Fuchs’ Arbeiten finden inzwischen ein breiteres auch außerakademisches Interesse, der Philosophiekurs Heidelberg behandelt am 29.05. einen Aufsatz (“Quer durch jedes Menschenherz”) über das Böse aus psychiatrischer Perspektive, in der VHs Neckargemünd findet am 20.06. ein ganztätiger Kurs zu Fuchs’ Buch über das “Gehirn als Beziehungsorgan” statt.
9. Mai 2009
Das Gehirn - ein Beziehungsorgan, Thomas Fuchs

Martin Pöttner •

12:56 •
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7. Mai 2009
Ich möchte auf zwei Veranstaltungen hinweisen, die ich zurzeit durchführe. An der Universität Heidelberg halte ich zurzeit eine semiotisch-hermeneutische und religionsphilosophische Vorlesung zur Entstehung des Christentums. Die einzelnen Vorlesungen können dort geladen werden.
Die Akademie am Vormittag der VHs Unterland in Bad Rappenau veranstaltet seit einiger Zeit eine Reihe über den Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert. Ich habe dort den Teil über die Philosophie an der vorletzten Jahrhundertwende übernommen.
29. April 2009
Nach einer Probephase habe ich mich entschlossen, in einen größeren Blog umzuziehen, der auch bequemer für Lesende und Autor ist. Sicher wird es in der ersten Zeit noch einige Ungereimtheiten geben, aber ich hoffe, dass diese für die Lesenden erträglich sind. So muss ich selbst noch bei der Bildberarbeitung sehr viel üben! Erfreulicherweise ist die Zahl der Leser/innen aus Deutschland und Österreich in den letzten Wochen auf durchschnittlich gut 120 angestiegen – dafür herzlichen Dank!
Dies zeigt auch, dass es zumindest ein Interesse an qualitativ etwas anspruchsvolleren Texten im Internet gibt. Mich ermutigt es jedenfalls, dies fortzusetzen. Vielleicht ermutigt es auch andere, es selbst zu versuchen. Ich würde mich auch freuen, wenn andere sich hier in diesem Blog als Autor/innen eintragen lassen.
Das Internet bietet tatsächlich die Chance, die eigenen Ansichten zu
veröffentlichen. Die Grundidee der Aufklärung, dass die Gedanken nicht nur frei sind, sondern auch frei geäußert werden können, nähert sich ihrer Verwirklichung an. Das ist nur im Streit um die Wahrheit und um die Qualität von Äußerungen möglich. Doch gehört dies gerade zur Grundidee hinzu. Im Kern haben
Friedrich Schleiermacher, Charles Peirce und in jüngerer Zeit vor allem Jürgen Habermas hierzu das Nötige gesagt. Wir können aufgrund der einengenden Tendenzen der Qualitätszeitungen, des Fernsehens, vieler Radiosender nur wenig darauf hoffen, dass in den Massenmedien herkömmlicher Art eine breitere Öffentlichkeit ernstere Fragen wirklich erörtern kann.
Ist doch philosophisch im Fernsehen beim sicher kreativen Worterfinder Peter Sloterdijk doch schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Alltagsphilosophie kann sich damit nicht begnügen, sondern muss eine unbeschränktere Öffentlichkeit suchen. Und dieser Blog ist ein erster Anfang.